BSI: Viele deklarierte Gelder bleiben nach Steueramnestie im Tessin

Dies sagte der CEO der zur italienischen Versicherungsgruppe Generali gehörenden BSI, Alfredo Gysi, im Interview mit der «Finanz und Wirtschaft» (FuW, Ausgabe 13.01.). Weit über die Hälfte der neu deklarierten Kundenvermögen sei in der BSI geblieben, so Gysi weiter. Dabei hätten vor allem grössere Kunden sich im Rahmen der bis bis im April laufenden ersten Phase der Steueramnestie für die juristische Repatriierung entschieden.


Diversifikation der Kundenbasis trägt Früchte
Bei der BSI mache sich nun die seit Jahren angestrebte Diversifikation der Kundenbasis bemerkbar, sagte Gysi auf die Frage, ob nun eine Redimensionierung der Bank zu befürchten sei. Der Anteil der italienischen Kunden sei heute im Gegensatz zu früher nicht mehr dominant. «Da das Börsenumfeld 2009 positiv war, wurde der Geldabfluss nach Italien durch die Marktentwicklung und den Zuwachs in anderen Märkten kompensiert», erklärte Gysi weiter.


Korrektheit als Chance
Die Auswirkungen der Steueramnestie auf den Finanzplatz Tessin schätzt Gysi diesmal geringer ein, als noch bei den letzten beiden Amnestien. Damals habe die juristische Repatriierung kaum eine Rolle gespielt. «Das Tessin hat nun den Vorteil und die Herausforderung, mit konkurrenzfähigen Produkten und Dienstleistungen korrekt versteuerte Vermögen zu verwalten», so Gysi. (awp/mc/ps/07)

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