Burckhardt: Gewinn sinkt im Halbjahr um ein Fünftel

Für das laufende Geschäftsjahr geht das Winterthurer Unternehmen weiterhin von einem Umsatz von 350 Mio CHF aus. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2009/10 (per 30.09.) erwirtschaftete Burckhardt Compression einen um 11% geringeren Umsatz von 182,5 Mio CHF. Der Auftragseingang reduzierte sich im selben Zeitraum um 17% auf 163,6 Mio CHF, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.


20 % weniger Neumaschinen
Der Auftragseingang für Neumaschinen allein ging um 20% auf 109,4 Mio CHF zurück, der Bestellungseingang im Servicegeschäft verringerte sich dagegen lediglich um 4% auf 44,2 Mio CHF. Im erstmals separat ausgewiesenen Geschäft mit Kompressorkomponenten betrug der Auftragseingang 10,0 Mio CHF und lag damit 25% unter Vorjahresniveau.


EBIT und EBIT-Marge gesunken
Der EBIT sank um 19% auf 35,0 Mio CHF und die EBIT-Marge lag damit bei 19,2% (20,9%). Der Reingewinn nach Minderheitsanteilen verringerte sich um 20,5% auf 26,3 Mio CHF. Damit hat der Hersteller von Kolbenkompressoren die Erwartungen der Analysten beim Umsatz verfehlt, jedoch mit dem Bestellungseingang übertroffen und mit dem Gewinn erreicht. Der AWP-Konsens für den Auftragseingang lag bei 143,0 Mio CHF, für den Umsatz bei 191,0 Mio CHF, für den EBIT bei 35,0 Mio CHF und für den Reingewinn bei 26,7 Mio CHF.


Kosten sollen gesenkt werden
Burckhardt Compression geht kurzfristig nicht von einer Veränderung der schwierigen Marktsituation aus. Nun will das Industrieunternehmen ein Massnahmenpaket zur Anpassung der Kapazitäten und zur Senkung der Kosten umzusetzen. In Winterthur werden, unter Anwendung eines Sozialplans, 54 Stellen abgebaut. Die damit verbundenen Kosten seien in der Berichtsperiode durch die Bildung einer entsprechenden Rückstellung bereits erfasst. Ab Oktober wurde am Standort Winterthur zudem bereichsweise Kurzarbeit eingeführt.


33’063 Aktien zurückgekauft
Im Rahmen des vor einem Jahr angekündigten Aktienrückkaufsprogramms von bis zu 170’000 der ausstehenden Aktien oder bis zu 5% des Aktienkapitals wurden bis zum 30. September 33’063 Aktien zurückgekauft. Die Titel stehen dem Verwaltungsrat für die Finanzierung allfälliger Akquisitionen zur Verfügung. Über das weitere Vorgehen bei diesem Programm soll bis spätestens 15. Dezember 2009 entschieden werden.


Betriebsgewinnmarge von deutlich über 15 % erwartet
Wie das Unternehmen weiter miteilte, lasse sich aufgrund der merklich verschlechterten Marktbedingungen und der eingeschränkten Visibilität keine Aussage zur künftigen Entwicklung des Bestellungseingangs machen. Der Umsatzerlös für das ganze Geschäftsjahr 2009 dürfte in der Grössenordnung von 350 Mio CHF liegen und eine Betriebsgewinnmarge von deutlich über 15% ermöglichen. (awp/mc/pg/04)

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