CH-Eröffnung: Klar schwächer – Nobel Biocare unter Druck

Die Wall Street lieferte kaum Unterstützung, nachdem sich die Indizes nach Handelsschluss in Europa kaum noch bewegten.


Der Leitindex SMI sinkt bis um 09.30 Uhr um 0,73% auf 6’339,26 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verliert 0,68% auf 978,93 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,65% auf 5’639,64 Zähler.


Bei Nobel Biocare (-6,1%) geht es infolge einer Ratingsenkung deutlich nach unten. Die UBS reduzierte die Wachstumsprognosen für die Dentalimplantateindustrie. Die Reduktion erfolge vor dem Hintergrund der Marktentwicklung in den vergangenen zwei Quartalen und aufgrund von Gesprächen mit verschiedenen Branchenvertretern, begründete die Bank ihre Einschätzung. Die UBS senkt das Rating für Nobel Biocare auf «Sell» von bisher «Neutral» und für Straumann (-3,7%) aus der zweiten Reihe auf «Neutral» von «Buy».


Die kurzfristigen Aussichten für die Dentalkonzerne würden aufgrund der teilweise sehr schleppenden Konjunkturentwicklung nicht gerade euphorisch erscheinen, heisst es dazu auch bei der Bank Wegelin.


UBS (-0,1%) verlieren deutlich weniger als CS (-1,1%). Für beide Werten senkt Goldman Sachs das Kursziel. In einer Studie zu den europäischen Banken berücksichtigt Goldman Sachs den Einfluss von neuen regulatorischen Bestimmungen. Julius Bär verbilligen sich um 1,5%.


Swiss Re (-1,3%) und ZFS (-1,1%) geben etwas stärker als der Gesamtmarkt nach.


Auf der Verliererseite stehen auch Roche (-1,5%) und Novartis (-0,6%). Novartis, deren Titel am Vortag zulegten, erhielt zuletzt in den USA die Zulassung für Gilenia, weshalb die Citigroup die Prognosen für das Pharmaunternehmen erhöht. Auf Basis der neuen Schätzungen laute das Kursziel nun 75 (65) CHF pro Aktie. Die Anlageeinstufung «Buy» bleibt unverändert.


Ebenso besser als der Index schneiden Givaudan ab (-0,1%). Merrill Lynch erhöht das Kursziel auf 1’200 CHF von bisher 1’105 CHF.


Auf der Gewinnerseite stehen Actelion (+2,7%), die am Vortag unter Gewinnmitnahmen gelitten hatten. Übernahmespekulationen hatten die Papiere bereits vergangene Woche um mehr als 20% in die Höhe getrieben. Standard & Poor’s senkte unterdessen das Rating für Actelion auf «Hold» von bisher «Strong Buy». Die positive Einstellung gegenüber den Fundamentaldaten der Gesellschaft habe sich nicht geändert, heisst es bei S&P. Nach der jüngsten Rally sei das Aufwärtspotenzial jedoch nun limitiert.


Syngenta (+1,7%) setzen die Aufwärtsbewegung vom Vortag fort. Die erwarteten deutlichen Preisanstiege bei Getreide wurden als Ursache genannt. Steigende Preise seien gut für Bauern und böten ihnen die nötigen Anreize, im kommenden Jahr mehr anzubauen, sagte ein Börsianer.


Bei den Nebenwerten geben Ems-Chemie (-0,8%) leicht nach, auch wenn der Umsatz wieder über dem Niveau von vor der Finanzkrise liegt. Die am Morgen publizierten Zahlen haben keine wesentlichen Überraschungen geborgen.


Aufschläge verbuchen hingegen Myriad (+1,8%) und Carlo Gavazzi (+1,2%). (awp/mc/ps/06)

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