CH-Schluss: Deutlich schwächer unter Führung der Banken

Weiter belastete der neue Rekordstand des Ölpreis. Die positive Stimmung nach der US-Zinssenkung sei abgeflaut, nun werde wieder genauer auf Konjunkturdaten geschaut.


Der Swiss Market Index (SMI) schloss 128,10 Punkte oder 1,42% tiefer auf 8’891,47 Zählern. Der Swiss Leader Index (SLI) büsste 1,38% auf 1’371,91 Zähler ein und der marktbreitere SPI verlor 1,35% oder 99,39 auf 7’272,75 Punkte.


UBS stürzten um 4,4% auf 59,20 CHF ab. Am Markt wurde über weitere Riesenabschreiber verschiedener Banken im Zusammenhang mit der Subprime-Krise spekuliert. Für die Citigroup wurden in Handelskreisen 30 Mrd USD und die UBS 8 Mrd CHF genannt. Credit Suisse sanken nach Quartalszahlen um 3,7% auf 75 CHF. Die Zahlen für das dritte Quartal 2007 hätten lediglich optisch überzeugt, hiess. Bei genauerer Betrachtung habe sich die Bank aber in erster Linie Sondereffekte zu Nutzen gemacht.


Andere zinssensitive Werte wie Julius Bär (-2,1% auf 98,15 CHF), Swiss Re (-1,6% auf 107 CHF), ZFS (-1,7% auf 342,75 CHF) und Swiss Life (-2,3% auf 312,50 CHF) konnten sich dem Sog nicht entziehen. Letztere wurde von Merrill Lynch auf die ‹Least Preferred List› verbannt.


Auch der Nahrungsmittelkonzern Nestlé (-0,8% auf 530 CHF), der sich im frühen Geschäft noch gegen die Verlust stemmte, fiel ins Mittelfeld zurück. Die ebenfalls defensiven Novartis standen am Ende 0,2% tiefer auf 61,50 CHF. Roche (-0,9% auf 195,80 CHF) setzten hingegen den Sinkflug fort. Das Sentiment für Swisscom (-1,1% auf 423,50 CHF) wurde von der gesenkten Guidance der Tochter Fastweb belastet.


In der Gewinnzone schlossen einzig Adecco (+2,1% auf 71,10 CHF) und die am Vortag gebeutelten ABB (+0,4% 34,98 CHF). In Adecco seien im Vorfeld der Quartalszahlen vom Freitag Positionen aufgebaut worden. Dabei dürfte Adecco nochmals von einem Sondergewinn aus der vorübergehenden Änderung bei den Sozialabgaben in Frankreich profitieren.


Im SLI schlossen SGS (+1,1% auf 1534 CHF) und Logitech (+1,1% auf 40,70 CHF) höher. Logitech profitieren von Nachfrageimpulse im Vorfeld des Investorentags.


Am breiteren Gesamtmarkt (SPI) setzten U-blox (+3,4%) den Aufwärtstrend nach dem gestrigen Kursrückgang wieder fort, allerdings nicht mehr ganz so deutlich wie im frühen Geschäft. Auch Jelmoli Namen (+2,5%) erholten sich von den jüngsten Rückschlägen. Temenos profitierten den zweiten Tag in Folge von hervorragenden Quartalszahlen.


Advanced Digital Broadcast Holdings (ADB) schlossen 4,4% schwächer. Der Konzern rechnet für das Gesamtjahr 2007 mit Einmalkosten für die Produktionsverlagerung nach Thailand. Panalpina verloren nach Zahlen unter den Erwartungen 2,4%. Der Logistikkonzern zeigt sich aber zuversichtlich, die Ziele für 2007 angesichts der vorteilhaften Markttendenzen erreichen zu können. (awp/mc/gh)

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