CH-Schluss: Etwas fester – US-Konjunkturdaten sorgen für Aufwind

Nach einer Seitwärtsbewegung über weite Strecken des Handels, legten die Titel im Sog der positiven Entwicklung der US-Daten am Nachmittag zu, lösten sich jedoch kurz vor der Schlussglocke wieder etwas von ihren Höchstständen.


Die Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe im US-Bundesstaat New York im April hat sich deutlich stärker als erwartet aufgehellt. Der Empire State Manufacturing Index deutete damit als Frühindikator wieder eine wirtschaftliche Expansion an. Die Erzeugerpreise im März waren dagegen deutlich stärker als erwartet gestiegen.


Keine negativen Überraschungen lieferten zudem die US-Finanzwerte. So legten vor US-Handelsstart Northern Trust, State Street und US Bancorp Zahlen für das abgelaufene Quartal vor, die keine überraschend hohen Abschreibungen enthielten. Am Mittwoch vor US-Handelsstart präsentieren J.P. Morgan, Knight Capital, Wells Fargo sowie Sallie Mae Zahlen.


Der SMI kletterte 0,67% oder 47,87 Stellen auf 7’187,42 Punkte. Der SLI legte um 0,68% auf 1’108,58 Zähler zu. Der SPI gewann 0,65% auf 5’935,37.


Deutliche Kursgewinne verbuchten Synthes (+3,9% auf 142,60 CHF). Die Medizinaltechnikerin hat für das erste Quartal 2008 solide Umsatzzahlen ausgewiesen und damit den Marktkonsens übertroffen. Entsprechend wohlwollend fielen die ersten Analystenkommentare aus. Nobel Biocare legten um 1,9% auf 43,10 CHF zu.


Eine kräftige Stütze für den SMI waren die Titel des Indexschwergewichts Nestlé (+3,1% auf 518,50 CHF). Novartis stiegen 0,5% auf 46,90 CHF). Beide Konzerne werden nächsten Montag Zahlen zum ersten Quartal vorlegen. Weitere Gewinner waren unter anderem Richemont (+1,7% auf 55,55 CHF) sowie die defensiven Swisscom (+1,3% auf 364,75 CHF).


Eine massive Belastung erfuhr der Index von Roche (-3,5% auf 167,00 CHF). Die Abgaben wurden im Handel vor allem auf Befürchtungen über einen grösseren negativen Einfluss von Wechselkursveränderungen auf das Ergebnis zurückgeführt. Zudem drückten auch Kommentare zum Krebsmedikament Avastin und News von der Tochtergesellschaft Genentech auf die Kurse. Dem konnte die heute angekündigte 100%-Übernahme der britischen Biotechnologiefirma Piramed nichts entgegensetzen.


Die Finanzwerte erholten sich im Tagesverlauf kräftig. Julius Bär legten 1,7% auf 72,30 CHF zu und UBS verteuerten sich um 1,0% auf 33,72 CHF. CS stiegen bis kurz vor Handelsende an, rutschten dann jedoch bis zur Schlussglocke wieder ab und schlossen 0,8% tiefer auf 51,990 CHF.


Im SLI fielen OC Oerlikon durch ein Kursplus von 2,6% auf, Geberit gaben hingegen geben 0,8% und Logitech 0,5% nach.


Im breiten Markt profitierten Kudelski (+4,3%) von einer Vertragsverlängerung mit dem deutschen Bezahlfernsehen Premiere. Nach Zahlen avancierten Dufry um 2,0% und Jelmoli Namen verloren 1,8%.


Micronas werden nach einer Ratingänderung durch UBS auf «sell» von «neutral» um 1,4% zurückgenommen. (awp/mc/pg)

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