CH-Verlauf: Achterbahnfahrt – SMI wieder im Plus

Händler sprechen von einer technischen Korrektur. Ob der Boden damit bereits ausgelotet wurde, sei indes noch offen. Nun richte sich der Blick nach Übersee und den Handelsstart an der Wall Street. Auf Beachtung werde auch die Veröffentlichung der Quartalszahlen der Bank of America stossen. Im Blick stehen mögliche Abschreibungen und Ausfälle im Kreditkartenbereich.


Das Blue Chips Barometer SMI steht um 12.05 Uhr 21,09 Punkte bzw. 0,29% höher auf 7’308,23 Zählern. Die Handelspanne umfasste am Berichtstag bis jetzt mehr als 370 Punkte. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) steigt 0,90% auf 1’107,80 Punkte, der Swiss Performance Index (SPI) 0,28% auf 5’935,37 Stellen.


Vor allem die zuletzt stark gebeutelten Finanzwerte werden infolge von Shorteindeckungen gesucht, während die grosskapitalisierten Pharmawerte den Index belasten. UBS rücken nach einem Fall unter die Marke von 40 CHF um 2,9% auf 41,48 CHF vor; Credit Suisse Namen gewinnen 0,9% auf 52,25 CHF und Julius Bär verteuern sich gar um 6% auf 77,30 CHF.


Ein ähnliches Bild bietet sich in Swiss Re, die sich nach einem schwachen Start um 2,3% auf 70,25 CHF verbessern. Am Markt wurde inzwischen über eine Kapitalemission des Rückversicherers spekuliert. ZFS (gehalten bei 275,75 CHF) werden noch mit mehr Zurückhaltung genossen.


Konjunktursensitive Titel profitieren ebenfalls von Eindeckungen. ABB steigen 3,4% auf 24,60 CHF, Adecco 2,1% auf 50,95 CHF, Syngenta 4% auf 256,50 CHF, Swatch 4,1% auf 278 CHF und Richemont 2,5% auf 60,75 CHF. Dem Vernehmen nach wird der Luxusgüterkonzern am morgigen Mittwoch seine Umsatzzahlen aus dem Weihnachtsgeschäft benennen.


Der SMI wird von den grosskapitalisierten Pharmawerten zurückgebunden. Der Pharmakonzern Roche kann nach monatelangem Werben den US-Diagnostikfirma Ventana übernehmen. Zum Meinungsumschwung der Amerikaner hat eine um fast 20% aufgebesserte Offerte geführt. Damit kostet Ventana 3,4 Mrd USD. Nichts desto trotz sei die Akquisition sinnvoll und der Preis als marktkonform, urteilen Analysten. Trotzdem sinken die Roche-Bons um 1,8% auf 190,40 CHF.


Novartis sinken um 2% auf 56,15 CHF und im SLI werden Actelion nach einem starken Vortag um 2,8% zurückgenommen.


Am breiten Markt hat eine Anzahl Unternehmen aus der zweiten Reihe Unternehmenszahlen vorgelegt – Gehör finden diese jedoch kaum. Lindt & Sprüngli (-2,5%), Barry Callebaut (-0,9%), Kardex (-2,2%) und Schulthess (-1,9%) werden allesamt nach Umsatzangaben zu 2007 zurückgestuft. Lediglich Galenica erholen sich nach starken Einbussen zuletzt um 1,2%. (awp/mc/pg)

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