CH-Verlauf: Gehalten – Wenig Impulse

Marktteilnehmer erhoffen sich im späteren Handel Impulse von US-Konjunkturdaten. So werden heute Nachmittag der Case-Shiller-Index für Oktober und das Verbrauchervertrauen Dezember publiziert.


Das wichtigste Schweizer Blue-Chips-Barometer Swiss Market Index (SMI) notiert mittags noch um 0,09% höher bei 6’573,90 Punkten. Der 30 Titel umfassende, aber gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewinnt 0,08% auf 1’035,56 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,05% auf 5’893,12 Zähler.


In der Schweiz wurde der UBS-Konsumindikator November veröffentlicht, welcher einen leichten Rückgang von 0,08 Punkten auf 1,63 Punkte verzeichnete. Trotzdem liege er über seinem langjährigen Durchschnitt von 1,50 Punkten und signalisiere somit weiterhin ein überdurchschnittliches Konsumwachstum, heisst es in einem Kommentar. An der Börse sorgt die Nachricht derweil für wenig Echo.


Die grössten Impulse für den SMI  kommen von den Pharmawerten Roche (+0,7%) und Novartis (+0,1%). Hingegen belasten zunehmend die Kursverluste der Schwergewichte ABB (-0,4%) und Nestlé (-0,2%).


Luxusgüteraktien, welche sich im frühen Handel von den Vortagesverlusten erholt hatten, sind etwas zurückgekommen. Richemont notieren noch 0,3% im Plus, Branchensozius Swatch verbilligt sich um 0,1%.


Die Finanzwerte halten sich im schwarzen Bereich. UBS steigen um 0,3% und CS gewinnen 0,1%, während Julius Bär unverändert notiert. Bei den Assekuranztiteln liegen ZFS (+0,3%) vor Baloise (+0,2%) und Swiss Re (+0,1%), Swiss Life notieren nach wie vor unverändert.


Unternehmensseitig gab es nur wenige News. Holcim (-0,3%) hatte am Montagabend die Übernahme einiger Zuschlagstoffbetriebe und Transportbetonzentralen vom französischen Konkurrenten Lafarge bekannt gegeben. Der Unternehmenswert der gekauften Aktive beträgt gemäss Holcim 50 Mio EUR. Serge Rotzer von der Bank Vontobel kommentiert, die Transaktion ergebe aus strategischer Sicht Sinn für Holcim.


Bei den SLI-Titeln Logitech (+0,1%) kamen gestern Montag Gerüchte auf, dass der Technologiekonzern die Produktion von Set-Top Boxen für Google TV einstellen lasse, bis die Softwareprobleme bei Google gelöst seien. In die Welt gesetzt wurden sie durch einen Artikel in der taiwanesischen «Digitimes». Logitech selbst hat dementiert, dass die Einstellung der Produktion geplant sei. Am Vortag hatten die Titel mit einem Minus von 2,1% geschlossen. Das Gerücht scheint somit eingepreist zu sein, die Titel bewegen sich im heutigen Handel kaum, so der Kommentar eines Experten.


Im breiten Markt wurde für Burckhardt Compression (+0,1% auf 260,25 CHF) das Kursziel von Vontobel auf 250 CHF von bisher 215 CHF nachgezogen, bei unveränderter «Hold»-Empfehlung. Der zuständige Analyst Fabian Haecki hat die Prognosen für das Unternehmen um 1-2% erhöht sowie eine positive Neubewertung des Öl- und Gas-Equipmentsektors vorgenommen, heisst es in einem Kommentar.


Die grössten Gewinne verzeichnen nach wie vor Orascom (+5,4%), gefolgt von Ypsomed (+5,1%). Die grössten Abschläge erleiden I.P.S. Packaging (-6,2%), an zweitletzter Stelle kommen LifeWatch (-4,4%). (awp/mc/ps/09)

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