CH-Vorbörse: Technische Gegenbewegung möglich

Damit habe sich die Ausgangslage etwas verbessert. Allerdings geben Händler einer nachhaltigen Erholung wenig Chancen. Es dürfte sich um ein Strohfeuer handeln, das auf der Eindeckung von Shorts basiere, hiess es am Markt.


Dabei richtet sich der Blick natürlich auf Finanzwerte wie CS und UBS, aber auch auf Swiss Re. Der weltgrösste Rückversicherer hatte gestern überraschend Abschreibungen nach Steuern von knapp einer Milliarde Franken infolge der Kreditkrise in Aussicht gestellt. Die Titel sind in der Folge um über 10% auf ein neues Jahrestief eingebrochen.


Der vorbörslich von Clariden Leu berechnete SMI steigt bis um 08.30 Uhr um 0,16% auf 8’284,27 Punkte.


Swiss Re (+0,1%) notieren am Dienstag im vorbörslichen Handel kaum verändert. Nach der Hiobsbotschaft haben bereits die Researchabteilungen der UBS und der Citigroup ihre Kurszielschätzungen für Swiss Re auf 88 CHF (zuvor 115 CHF; Rating ‹Buy›) respektive 120 CHF(132 CHF; ‹Buy›) gesenkt. Die Analysten von Unicredit haben das Rating gar auf ‹Hold› nach zuvor ‹Buy› zurückgenommen. Die Ratingagentur Standard & Poor’s will dagegen an ihrer Einschätzung festhalten, was die Titel etwas stützen könnte.


Bei den Bankenwerten UBS (+0,5%), Julius Bär (+0,3%) und CS (+0,3%) könnte die technische Gegenbewegung zunächst etwas stärker ausfallen. Während sich bei ZFS (+0,2%) und Bâloise (+0,02%) eine eher unspektakuläre Eröffnung ankündigt.


Starken Zuspruch könnten Swiss Life (+1,0%) erhalten. Die Titel wurden am Vortag stark gesucht, nachdem über den Verkauf der niederländischen und belgischen Einheit informiert und ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt wurde. Die UBS hat das Kursziel auf 375 (355) CHF erhöht und die Kaufempfehlung bestätigt.


Die Luxusgütertitel Swatch (+0,3%) und Richemont (+0,7%) könnten aber von guten Angaben zu den Uhrenexporten profitieren. Die etwas stärkere Nachfrage nach Richemont dürfte mit Anschlussverkäufen nach den gestrigen Avancen zu begründen sein. Der Konzern prüft die Abspaltung des Luxusgütergeschäfts von den anderen Aktivitäten.


Mit leichten vorbörslichen Abgaben notieren nur die Schwergewichte Nestlé (-0,02%), Roche (-0,03%) und Novartis (-0,1%). (awp/mc/pg)

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