Didier Burkhalter zum neuen Bundesrat gewählt

Nach dem dritten Wahlgang hatte Burkhalters Parteikollege, der Genfer Nationalrat Christian Lüscher, seine Kandidatur zugunsten Burkhalters zurückgezogen. Damit ist die Strategie der FDP aufgegangen, den zweiten Bundesratssitz zu behalten.


Burkhalter: «Ja zur Konkordanz»
Der 49-jährige Burkhalter dankte der Vereinigten Bundesversammlung auf Französisch für das Vertrauen. Seine Wahl sei ein Ja zur Konkordanz. Es sei eine würdige Wahl gewesen, die das Land mit Blick auf die anstehenden Reformen stärke und konsolidiere. Burkhalter versprach, sich für den Zusammenhalt des Landes und der Institutionen einzusetzen, damit Reformen angegangen und gemeinschaftlich Ziele erreicht werden könnten. Unmittelbar nach seiner Erklärung wurde der neue Bundesrat vereidigt.


Schwaller nach drei Wahlgängen noch vorne 
Im dritten Wahlgang hatte der Genfer Nationalrat Christian Lüscher lediglich 63 Stimmen erhalten. Er stand damit als Kandidat nicht mehr weiter zur Verfügung. An der Spitze lag immer noch der Freiburger CVP-Ständerat Urs Schwaller mit 95 Stimmen. Dahinter folgte der Neuenburger Ständerat Didier Burkhalter mit 80 Stimmen. SVP-Fraktionschef Capsar Bader gab bekannt, dass die SVP an der Konkordanz festhalte und nach dem Ausscheiden Lüschers nun Burkhalter unterstüzte. Damit hatte Burkhalter im Vornherein grosse Chancen, sich im vierten Wahlgang durchzusetzen.


Marty nimmt sich aus dem Rennen
Nebst den offiziellen Kandidaten der FDP und CVP hatte in den ersten Wahlgängen auch der Tessiner FDP-Ständerat Dick Marty Stimmen erhalten, der sich aber mit einer Mahnung zur Rücksicht auf alle Sprachregionen der Schweiz zurückzog. (mc/ps)

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