Druck auf Citigroup wegen Rückzahlung von Staatshilfe wächst

Die britische Finanzzeitung beruft sich in ihrem Beitrag vom Montag auf Insider bei der Bank und US-Aufsichtsbehörden. Wegen der Offenlegungspflichten ist eine Kapitalerhöhung schwierig, nachdem eine Bank ihre Bücher für den Quartalsbericht oder den Jahresabschluss geschlossen hat. Das gilt umso mehr für komplexe und geografisch breit aufgestellte Unternehmen wie die Citigroup, die in mehr als 150 Ländern Geschäfte macht.


Staat hält 34 Prozent an Citigroup
Die Situation der Citigroup werde zusätzlich dadurch erschwert, dass der Staat inzwischen 34 Prozent an ihr halte, heiss es in dem Bericht weiter. Laut Insidern sei die Regierung bereit, zumindest einen Teil ihres Anteils im Zuge einer Kapitalerhöhung zu verkaufen. Aber der enge Zeitplan und die anhaltenden Sorgen der Verantwortlichen um die Stabilität der Bank könnten die Entscheidung verzögern.


45 Milliarden Dollar Staatshilfen
Insgesamt hatte die US-Regierung die Bank mit 45 Milliarden Dollar (rund 30 Mrd Euro) an direkten Hilfen und mehr als 300 Milliarden Dollar an Garantien gestützt. 20 Milliarden Dollar will die Citigroup zurückgeben. Und der Druck von der Konkurrenz wächst. Die Bank of America hatte vergangene angekündigt, ihre vom Staat erhaltenen 45 Milliarden Dollar noch dieses Jahr zurückgegeben zu wollen. Damit ist die Citigroup neben Wells Fargo die einzige der führenden US-Banken, die die Hilfen der Regierung noch nicht zurückgezahlt hat. (awp/mc/ps/06)

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