Erstmals über 1’700 Schweizer Firmen in Österreich

ABA-Invest habe vor allem auch dank den zum Teil stark angestiegenen Investitionen aus Deutschland, Italien und Osteuropa das beste Jahr der Firmengeschichte verzeichnet, so die Mitteilung weiter. Die Zahl der Schweizer Unternehmen, die mit einer Niederlassung in Österreich vertreten sind, ist 2008 von 1’648 auf den neuen Höchstwert von 1’723 gestiegen (plus 4,6 Prozent). Das Volumen der Direktinvestitionen aus der Schweiz und Liechtenstein beträgt aktuell rund 7,5 Milliarden Euro.


Erneut Rekordergebnis für ABA
Das heute veröffentlichte Jahresergebnis 2008 des Betriebsansiedlers ABA-Invest in Austria beinhaltet durchgehend Spitzenwerte: So konnte gegenüber dem Rekordjahr 2007 bei den gemeinsam mit den Regionalgesellschaften angesiedelten Unternehmen ein Zuwachs auf 256 (+27 Prozent) erzielt werden. Eine deutliche Steigerung zeigt sich auch bei zwei weiteren Erfolgsparametern: Die Anzahl der durch die Ansiedlungen geschaffenen Arbeitsplätze in Österreich stieg gegenüber dem Vorjahr auf 2?442 (+17 Prozent) und die Gesamtinvestitionssumme überstieg mit 425,8 Millionen Euro die Vorjahrssumme (394 Millionen) um 8 Prozent. «Eine hervorragende Bilanz, die beweist, dass Österreich als Standort im internationalen Wettbewerb weiter an Attraktivität gewinnt», kommentiert Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner das Ergebnis. «Die beiden Konjunkturpakete der österreichsichen Bundesregierung zur Ankurbelung der Wirtschaft sollen den Standort auch für die kommenden Jahre stärken.»


Erstmals mehr als hundert deutsche Betriebsansiedlungen
2008 suchten 106 deutsche Unternehmen die Betreuung durch ABA-Invest in Austria bei der Ansiedlung in Österreich – knapp 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit bestätigte sich Deutschland 2008 mit Nachdruck als wichtigster Auslandinvestor und Firmenansiedler Österreichs. 40 Prozent (42 Prozent) der deutschen Investoren kamen aus den Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg. Die mit den deutschen Ansiedlungen verbundene Investitionssumme von 161,06 Millionen Euro liegt rund 70 Prozent über dem Vorjahreswert (94,9 Millionen).


ABA-Invest in Austria siedelt doppelt so viele Schweizer Unternehmen an
Auch für die Schweizer Wirtschaft bleibt Österreich ein interessantes Expansionsland. Das Interesse der Schweizer Unternehmen steigt unvermindert an. Per Ende 2008 waren insgesamt 1’723 helvetische Unternehmen in Österreich vertreten. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg von 4,6 Prozent. Besonders deutlich zeigte sich bei den nach Österreich expandierenden Schweizer Firmen die zunehmende Nutzung der von der Betriebsansiedlungsagentur ABA-Invest in Austria angebotenen Dienstleistungen. Während im Vorjahr acht Schweizer Unternehmen die Beratung durch die Spezialisten der ABA in Anspruch nahmen, waren es 2008 mit 22 mehr als doppelt so viele. Diese investierten 60,5 Millionen (9,5 Millionen) Euro und schufen 168 (74) Arbeitsplätze. Bei den Investitionen wurde der Vergleichswert des Vorjahres damit um mehr als das Sechsfache übertroffen. Der Geschäftsführer der ABA-Invest in Austria, René Siegl, äussert sich zu den Ursachen der anhaltenden Expansion von Schweizer Unternehmen in die Alpenrepublik: «Für innovative Schweizer Unternehmen ist und bleibt Österreich ein interessanter und kaufkräftiger Markt. Besonders attraktiv sind im Vergleich mit der Schweiz die hohe Arbeitsproduktivität, die grosszügige Forschungsförderung und eine attraktive Gruppenbesteuerung.»


Italienische Unternehmen finden weiterhin Geschmack an Österreich
Italien war hinter Deutschland auch 2008 mit 23 Betriebsansiedlungen, davon 15 in Kärnten, zweitstärkstes Investorland. Der Trend der letzten Jahre weist auch hier nach oben: 2003 wurden vier italienische Investoren von ABA-Invest in Austria bei der Ansiedlung in Österreich betreut, 2005 waren es zehn, 2006 fünfzehn und 2007 bereits 22.


CEE Länder im Kommen: Spitzenreiter Russland, Ungarn, Ukraine
Markant ist das zunehmende Interesse von Investoren aus dem CEE-Raum (Central and Eastern Europe) an einer Ansiedlung in Österreich: Mit 41 Unternehmen gegenüber 22 im Vorjahr haben sich die Investitionsprojekte aus dieser Region fast verdoppelt. Stärkster CEEInvestor ist Russland mit 12 neuen Ansiedlungen, gefolgt von Ungarn (neun), der Ukraine (sieben) und Tschechien (vier). Dass Österreich nicht nur vom Westen als Tor zum Osten genutzt wird, sondern vom aufstrebenden und ressourcenreichen Osten auch in umgekehrter Richtung, unterstreicht die immer ausgeprägtere Drehscheibenfunktion Österreichs als Wirtschaftsstandort.


Zwiespältiger Ausblick
Der Ausblick für 2009 ist laut ABA-Geschäftsführer René Siegl zwiespältig: «Auslandsinvestitionen sind besonders konjunktursensibel, insofern wird uns die Wirtschaftskrise stark treffen. Andererseits verfügen wir mit 672 offenen Investitionsprojekten über einen historischen Höchststand und mit dem Google-Datencenter in Kronstorf befindet sich auch wieder ein Grossprojekt darunter.» (aba/mc/ps)

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