EU-Ausblick: Deutliche Verluste vor US-Zinsentscheidung

Mit einer ersten Zinsanhebung und damit einer Beendigung der Nullzinspolitik wird nicht gerechnet. Händler erklärten die trübe Stimmung an den europäischen Märkten unter anderem mit schwachen Vorgaben der Börse in Japan. Ausserdem mussten die New Yorker Aktienmärkte am Vortag ihre Kursgewinne im späten Handel wieder abgeben. Zudem verlor der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial Average (DJIA) seit Handelsschluss in Europa am Vortag weitere 0,69 Prozent. Vor diesem Hintergrund dürften die wichtigen europäischen Börsen nicht an die leichte Erholung vom Vortag anknüpfen können, hiess es.


Nach der Veröffentlichung von Geschäftszahlen dürften die Aktien des französischen Halbeiterherstellers STMicroelectronics das Interesse der Anleger auf sich ziehen. Das Unternehmen kehrte im vierten Quartal unerwartet deutlich in die Gewinnzone zurück. Beim Umsatz entsprach die Entwicklung in etwa den Markterwartungen.


Geschäftszahlen gab es gut eine Stunde vor dem Handelsauftakt auch von der Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA). Das spanische Geldhaus meldete für das abgelaufene Geschäftsjahr beim Zinsüberschuss einen überraschend starken Anstieg. Der Nettogewinn vor Sondereffekten blieb dagegen ganz leicht hinter den Erwartungen zurück.


Dann dürften die Anleger auch die Aktien des europäischen Rüstungs- und Raumfahrtkonzerns EADS im Blick haben. Wenige Tage vor Ablauf eines Ultimatums bleibt die Zukunft des Militärtransporters A400M der Tochter-Firma Airbus weiter ungewiss. Die seit Monaten laufenden Verhandlungen mit den sieben Käuferländern wurden am Dienstagabend in Berlin erneut unterbrochen. Die Gespräche sollen laut Verteidigungsministerium zeitnah fortgesetzt werden. Weitere Details nannte ein Sprecher nicht. (awp/mc/ps/05)

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