EU-Ausblick: Gut behauptet – Reaktion auf Vortagesschwäche

Belastet von enttäuschenden Konjunkturdaten und einem deutlichen Sprung des Ölpreises hatten die US-Börsen am Vorabend zwar im Minus geschlossen, die Kurse erholten sich aber im späten Handel. Der Future auf den EuroSTOXX 50 lässt einen um 0,36 Prozent höheren Start des europäischen Leitindex erwarten. Am Mittwoch hatte der EuroSTOXX 50 2,39 Prozent auf 3.354,75 Punkte eingebüsst. In London rechnet IG Index mit einem um 33 Punkte stärkeren Start des FTSE 100, der mit Minus 1,55 Prozent auf 5.448,60 Punkten aus dem Handel gegangen war. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones stand am Morgen rund 59 Punkte über seinem Niveau, das er zum europäischen Börsenschluss am Dienstag hatte.


In den USA hatten überraschend schwache Einzelhandelsumsätze und ein höherer Ölpreis angesichts gefallener Benzinlagerbestände auf die Stimmung der Börsianer gedrückt. Der US-Ölpreis stieg deutlich und lag am Donnerstag am Donnerstag bei 116,88 Dollar. Die japanischen Börsen schlossen etwas schwächer. Der Nikkei-225-Index schloss unter der psychologisch wichtigen Marke von 13.000 Punkten.


Titel von InBev stehen mit einem moderaten Anstieg des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 1,24 (Vorjahr: 1,23) Milliarden Euro beim Bierbrauer im Blick. Der Brauereikonzern bestätigte sein Ziel eines Wachstums der EBITDA-Marge im zweiten Halbjahr. Der Nettogewinn legte von 499 auf 542 Millionen Euro zu, während der Umsatz von 3,72 auf 3,71 Milliarden Euro zurückging und damit die Erwartungen der Experten enttäuschte.


Aktien der SAS stehen mit überraschend hohen Umsätzen und niedrigeren Vorsteuerverlust als befürchtet im Fokus. Die skandinavische Fluggesellschaft hat im zweiten Quartal einen Umsatz von 17,7 Milliarden schwedischen Kronen erzielt, Analysten hatten mit 17,5 Milliarden gerechnet. Der Vorsteuerverlust fiel mit 106 Millionen Kronen im Vergleich zu den erwarteten 700 Millionen gering aus. SAS will sein Programm zur Erhöhung der Umsätze und eindämmen der Kosten ausweiten und dafür seine Flugzeugkapazität um weitere sieben Maschinen reduzieren.


Auch Analystenkommentare könnten bewegen. So hat die Credit Suisse Titel von Air France-KLM mit der Einschätzung «Underperform» und einem Kursziel von 14 Euro, sowie British Airways mit dem Votum «Underperform» und dem Kursziel von 155 britischen Pence in die Beobachtung aufgenommen. (awp/mc/ps/09)

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