EU-Eröffnung: Leichte Verluste – Negative US-Vorgaben

Vor allem die schwachen Daten aus dem Dienstleistungssektor der Vereinigten Staaten hatten tags zuvor den US-Leitindex Dow Jones Industrial Average (DJIA) belastet.


«Die US-Zahlen vom Vortag haben am Vertrauen gezehrt», sagte Justin Urquhart-Stewart, Investment-Direktor bei Seven Investment Management. Am Nachmittag blicken Anleger noch auf den mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht. «Sollten die Daten aus den USA enttäuschen, dürfte der Druck auf die Märkte nochmal steigen», sagte Marktanalyst Ben Potter von IG Markets.


Aktien aus dem schwer gewichteten Banken- und Versicherungssektor sorgten für die Verluste in den europäischen Indizes. Aktien der Deutschen Bank verloren 1,87 Prozent auf 48,085 Euro. Aegon büssten 1,57 Prozent auf 4,771 Euro ein. Im Londoner «Footsie» rutschten Royal Bank of Scotland (RBS) um 3,33 Prozent auf 33,959 Pence ab. Credit Suisse erlitten in Zürich ebenfalls kräftige Verluste.


Positiv entwickelte sich dagegen der Versorgersektor. GDF Suez und International Power verteuerten sich um 0,49 respektive 1,20 Prozent. Iberdrola rückten ebenfalls leicht vor. Zusammen mit PG&E wollen die Spanier über ihre US-Sparte ein Windkraftprojekt von bis zu 246 Megawatt stemmen.


Im Technologie-Sektor profitierten STMicroelectronics von den angehobenen Absatzprognosen des weltgrössten Chip-Auftragsfertigers Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC). Die Titel verteuerten sich gegen den Trend um 0,23 Prozent auf 5,669 Euro. Aktien von ASML Holding notierten dagegen im Minus.


Anteilsscheine von British Airways sprangen mit plus 1,89 Prozent auf 210,125 Pence an die Spitze im «Footsie». An der Börse in Madrid eroberten Iberia mit plus 1,79 Prozent auf 2,109 Euro den ersten Platz. Die Citigroup stufte beide Aktien von «Hold» auf «Buy» hoch und erhöhte ihre Kursziele. Easyjet legten ebenfalls um 1,42 Prozent auf 385,60 Pence zu. Die Billigfluglinie beförderte im November deutlich mehr Fluggäste als ein Jahr zuvor. Auch die Auslastung der Flugzeuge war zuletzt wieder besser.


Der Pharmakonzern Roche hat zusammen mit seinem US-amerikanischen Entwicklungspartner Biogen Idec positive Studiendaten mit Ocrelizumab bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS) erzielt. Ocrelizumab habe eine starke Wirkung mit einer statistisch signifikanter Reduktion der Krankheitsaktivität bei schubförmig-remittierender MS gezeigt, teilte Roche mit. Im Swiss-Market-Index (SMI) zählten Roche-Aktien mit plus 0,36 Prozent auf 168,40 Franken zu den wenigen Werten in der Gewinnzone. (awp/mc/ps/08)

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