EU-Schluss: Fest nach US-Konjunkturdaten – Viele Quartalsbilanzen

Der am Abend zudem wieder rückläufige Ölpreis wirkte zusätzlich positiv.


Der EuroSTOXX 50 ging mit einem kräftigen Plus von 1,83 Prozent auf 3.359,42 Zähler aus dem Handel. Der STOXX 50 gewann 1,49 Prozent auf 2.911,52 Zähler. Der französische CAC-40-Index rückte um 2,02 Prozent auf 4.461,49 Punkte vor. Der britische FTSE 100 legte um 1,32 Prozent auf 5.601,20 Zähler zu.


Im Fokus am Markt standen an diesem Tag zahlreiche Unternehmen mit Quartalsbilanzen: Die Aktien der Credit Agricole sprangen nach Zahlenvorlage mit einem Plus von 8,93 Prozent auf 14,39 Euro an die Spitze des EuroSTOXX 50. Wegen anhaltender Probleme bei der Investmentbank-Sparte Calyon brach der Gewinn des französischen Bank im zweiten Quartal zwar ein, doch am Markt hatten einige Experten sogar mit Verlusten gerechnet. In Italien schaffte die Grossbank Intesa SanPaolo nach einem schwachen Jahresauftakt im zweiten Quartal die Wende und rechnet auch im weiteren Jahresverlauf mit einer positiven operativen Entwicklung. Die Aktie gewann an zweiter Stelle im Auswahlindex der Eurozone 6,25 Prozent auf 3,64 Euro.


Am Index-Ende dagegen verharrten an diesem Tag die Aktien von Carrefour . Sie verloren 2,23 Prozent auf 33,70 Euro und litten Händlern zufolge unter enttäuschenden Zahlen des niederländischen Konkurrenten Ahold. Ahold hatte im zweiten Quartal einen stärkeren Gewinnrückgang verzeichnet als Experten prognostiziert hatten. Ahold büssten in Amsterdam daraufhin 4,03 Prozent auf 8,335 Euro ein.


Im Pariser CAC 40 waren die Anteilsscheine von ESSILOR mit einem Aufschlag von 9,10 Prozent auf 36,22 Euro Favorit. Der Brillenhersteller hatte im ersten Halbjahr den Überschuss bei konstanten Wechselkursen um 16,8 zum Vorjahr gesteigert. Im Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit einer Fortsetzung des Wachstums bei Umsatz und Margen. Accor büssten dagegen nach Zahlen und Ausblick 1,07 Prozent auf 44,51 Euro ein. Der französische Hotelkonzern meldete im ersten Halbjahr einen leichten Gewinnrückgang und rechnet in Zukunft mit schwierigen Zeiten.


Die Titel der Air France-KLM stiegen um 2,33 Prozent auf 16,25 Euro. Die Fluggesellschaft ist bereit, beim angeschlagenen Konkurrenten Alitalia einen Minderheitsanteil zu übernehmen; allerdings nur zu bestimmten Konditionen. Wenn die italienische Fluglinie mit frischem Kapital versorgt und neu aufgestellt werde, sei Air France-KLM bereit einzusteigen, sagte ein Air-France-Sprecher.


In London gab der britische Spirituosen-Hersteller Diageo einen Umsatz- und Gewinnanstieg im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/08 bekannt, was der Aktie ein Plus von 2,09 Prozent auf 979,625 Euro bescherte. Kazakhmys fielen hingegen mit minus 2,54 Prozent auf 1.305,00 Pence an das Indexende, nachdem der Bergbaukonzern in der ersten Jahreshälfte einen stärkeren Gewinnrückgang als erwartet gemeldet hatte. (awp/mc/pg/34)

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