EU-Schluss: Uneinheitlich – Vorsichtige Wall Street

Fast am Ende des EuroStoxx 50 weiteten die Papiere von CRH ihre Vortagesverluste aus und fielen um zusätzliche 2,24 Prozent auf 18,33 Euro. Der irische Baustoffkonzern litt noch unter der Meldung vom Dienstag, wonach CRH für das Geschäftsjahr 2009 mit einem stärkeren Gewinnrückgang rechnet als bislang.


Die Aktien von Marks & Spencer sackten um 6,79 Prozent auf 384,702 Britische Pence ab und waren damit mit Abstand schlechtester Wert im FTSE 100. Die britische Einzelhandelskette war mit ihrem Umsatzanstieg im dritten Geschäftsquartal hinter den Schätzungen der Analysten zurückgeblieben. Zudem rechnet Chairman Stuart Rose damit, dass die Bedingungen für den Einzelhandel wegen der wirtschaftlichen Unsicherheit schwierig bleiben. Analystin Kate Calvert vom Brokerhaus Shore Capital meinte zum Zahlenwerk von Marks & Spencer, das Unternehmen habe ein respektables, aber nicht unbedingt ein «prickelndes Weihnachtsgeschäft» verbucht.


Bereits am Dienstag hatte sich Wettbewerber Next weiterhin vorsichtig zu den Gewinnaussichten für 2010 geäussert. Dessen Papiere präsentierten sich nun mit plus 0,05 Prozent auf 2.094,40 Pence kaum verändert. Die Titel von Sainsbury gaben um 0,59 Prozent auf 316,839 Pence nach.


Ferner wollen Google und der britische Mobilfunkkonzern Vodafone das multifunktionale Mobiltelefon «Nexus One» im kommenden Frühjahr in Europa auf den Markt bringen. Für Titel von Vodafone gaben die Anleger 0,42 Prozent weniger aus und bezahlten 143,301 Pence.


Die Aktien von Cadbury sanken um 0,90 Prozent auf 771,521 Pence. Der US-Nahrungsmittelkonzern Kraft hat bisher 1,52 Prozent des Kapitals des Süsswarenherstellers für sein Übernahmevorhaben gewonnen.


Darüber hinaus wird die deutsche Bundesregierung einem Pressebericht zufolge den finanziellen Nachforderungen des EADS-Konzerns für den Militär-Airbus A400M nicht nachkommen. Man wolle sich strikt an den ausgehandelten Vertrag halten und deshalb maximal 650 Millionen Euro zuzahlen, erfuhr das «Handelsblatt» aus dem Bundesverteidigungsministerium. Gleichwohl sagte Wirtschaftsminister Rainer Brüderle im «Deutschlandfunk», dass man sich am Ende wahrscheinlich auf eine vernünftige Lösung einigen werde. Die Papiere von EADS rückten in Paris um 0,90 Prozent auf 14,07 Euro vor.


An der Spitze des CAC-40-Index kletterten die Papiere von PSA Peugeot Citroen um 6,39 Prozent auf 26,32 Euro. Die Analysten von Merrill Lynch hatten die Titel des Autobauers von «Neutral» auf «Buy» hochgestuft.


In Paris sprangen zudem die Titel von Sodexo um 3,99 Prozent auf 42,005 Euro hoch. Das Unternehmen für Gemeinschaftsverpflegung sowie Catering-Dienstleistungen hatte zwar im ersten Geschäftsquartal einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Als Belastung erwiesen sich ungünstige Wechselkursverhältnisse. Dennoch hatte Sodexo mit seinen Erlösen die Erwartungen der Analysten übertroffen. (awp/mc/pg/27)

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