EU verhängt zweithöchste Kartellstrafe in ihrer Geschichte

Ihr bisher höchstes Bussgeld hatte die EU vor fünf Jahren mit 790,5 Millionen Euro gegen ein Vitaminkartell verhängt. Die Kommission wirft den Unternehmen Preisabsprachen und die Aufteilung von Kunden bei bestimmten Kautschuksorten vor. Das teilte der Sprecher der EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes am Mittwoch in Brüssel mit. Diese bestimmten Kautschuksorten werden vor allem für Reifenherstellung, Schuhsolen, Bodenbeläge und Golfbälle verwendet.


Bayer von Geldbusse befreit
Zu den betroffen Unternehmen zählten Bayer, Dow Chemical, Royal Dutch Shell, Eni, Unipetrol und Trade-Stomil, hiess es. Diese Unternehmen seien mindestens von 1996 bis 2002 am Kartell beteiligt gewesen. Bayer sei jedoch von der Geldbusse freigestellt, da es das Kartell als erstes Unternehmen aufgedeckt habe.


Höchste Strafe gegen Eni
Die höchste Strafe verhängte die Kommission gegen die italienische Eni. Das Unternehmen soll gut 272 Millionen Euro zahlen. Eni hat bereits angekündigt, gegen diese Entscheidung beim Europäischen Gericht Erster Instanz zu klagen. Shell wird mit knapp 161 Millionen Euro, Dow mit 65 Millionen Euro und 17,6 Millionen Euro und Trade-Stomil mit 3,8 Millionen Euro zur Kasse gebeten. (awp/mc/pg)

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