EU-Verlauf: Etwas schwächer – Schwache Vorgaben und gemischte Zahlen

Im Laufe des Tages stehen eine Reihe von Konjunkturdaten an, die den Märkten neue Impulse geben dürften. Die Unternehmenszahlen in Europa seien unterdessen gemischt ausgefallen, sagten Börsianer.  Der europäische Leitindex EuroSTOXX 50 verlor 0,79 Prozent auf 3.409,58 Punkte. Der STOXX 50 gab 1,08 Prozent auf 2.923,54 Zähler ab. Der CAC-40-Index fiel um 0,92 Prozent auf 4.477,02 Zähler. In London sackte der FTSE 100 0,61 Prozent auf 5.500,90 Punkte ab.


Im EuroSTOXX 50 standen ArcelorMittal an der Spitze mit plus 2,45 Prozent auf 52,67 Euro. Börsianer verwiesen auf eine generelle Sektorerholung, die Stahltitel und Minentitel insgesamt nach oben treibe. Im «Footsie» sprangen Xstrata mit 4,16 Prozent auf 3003 britische Pence und profitierten ebenfalls von dieser Entwicklung. Enterprise Inns Enterprise Inns lagen hingegen ohne neue Nachrichten mit 9,48 Prozent auf 348 Pence abgeschlagen am Ende. Im französischen CAC-40 hielten Societe Generale mit minus 4,41 Prozent auf 65,03 Euro die rote Laterne. Electricite de France (EdF), denen laut Medienberichten ein Interesse an British Energy nachgesagt wird, legten 3,07 Prozent auf 57,07 Euro zu.


Thomas Cook haben nach einem Ausblick auf die weitere Geschäftsentwicklung 4,90 Prozent auf 233,00 Pence verloren. Der Reiseveranstalter sieht sich nach den derzeitigen Buchungszahlen für den Sommer bei seinen Jahreszielen auf Kurs. «Erste Indikatoren für den Winter 2008/09 und Sommer 2009 lassen eine bessere Geschäftsentwicklung als im Vorjahr erwarten», hiess es von der Tochter des Handels- und Reisekonzerns Arcandor. British Energy stehen mit Zahlen zum ersten Geschäftsquartal im Fokus. Der Energiekonzern hat wegen unerwartet hoher Reparaturkosten und eines geringeren Stromausstosses einen starken Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Das sei aber laut Börsianern erwartet worden. Die Aktien legten 0,78 Prozent auf 710,50 Pence zu.


Wie auch an den ersten beiden Tagen der Woche liegt ein Zahlenschwerpunkt bei Unternehmen aus der Finanzbranche. Die ING Groep hat im zweiten Quartal wegen der Kapitalmarktkrise einen geringeren Gewinnrückgang erlitten als Experten erwartet hatten. Die Aktie gewann 0,48 Prozent bei auf 23,10 Euro. Der Überschuss auf vergleichbarer Basis war im Vergleich zum Vorjahresquartal um 28,8 Prozent auf 1,946 Milliarden Euro zurückgegangen. Experten hatten jedoch mit einem deutlich niedrigeren Gewinn gerechnet. Zurich Financial Services (ZFS) büssten 1,74 Prozent auf 282,00 Schweizer Franken ein. Ein Händler führt die Abgaben auf Gewinnmitnahmen zurück. Die Zahlen seien gut ausgefallen. Aus Irland kommt die Anglo Irish Bank mit Halbjahreszahlen. Die Titel des Immobilienfinanzierers gewannen 1,94 Prozent auf 6,137 Euro, nachdem die Aktie vor den Zahlen 3,82 Prozent auf 5,79 Euro eingebüsst hatte.


Die Swisscom hat im ersten Halbjahr mit Ausnahme des Reingewinns die Markterwartungen übertroffen. Zudem bestätigte der Telekomkonzern seinen Ausblick. Die Titel büssten 1,46 Prozent auf 355,25 Schweizer Franken ein. In Norwegen fielen die Titel von Storebrand nach einen zwischenzeitlichen Einbruch um mehr als 10 Prozent um 7,79 Prozent auf 39,05 Norwegische Kronen. Der Versicherer hatte mit seinem Gewinn die Erwartungen der Analysten verfehlt. Zudem legt Bang & Olufsen in Dänemark seine Jahreszahlen vor. (awp/mc/ps/15)

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