EU-Verlauf: Freundlich – Gewinne vom Vormittag aber etwas reduziert

Der Pariser CAC-40-Index legte um 0,22 Prozent auf 3.768,42 Zähler zu. In London stieg der FTSE 100 um 0,27 Prozent auf 5.282,18 Punkte.


David Thebault, Chefhändler bei Global Equities, mahnte jedoch: «Die jüngsten US-Häusermarktdaten und die Kreditausfallraten sind noch immer fürchterlich und könnten die Sorgen um die Bilanzen der Banken wieder aufleben lassen. Die Hoffnung auf eine Jahresendrally könnte daher gedämpft werden.»


Im Rohstoffsektor konnten Minenaktien von den wieder festeren Metallpreisen und dem nach wie vor hohen Goldpreis profitieren. Fresnillo gewannen 2,87 Prozent auf 896,50 Pence. Lonmin stiegen um 2,08 Prozent auf 1.720,00 Pence. Antofagasta konnten ebenfalls zulegen. Im Eurostoxx 50 sprangen die Titel des Stahlherstellers ArcelorMittal mit plus 1,64 Prozent auf 25,675 Euro sogar an die Index-Spitze.


In London gewannen Aktien von Cadbury 0,70 Prozent auf 796,50 Pence. Der britische Süsswarenkonzern steht wegen des Interesses von Ferrero besonders im Blick. Nach dem feindlichen Übernahmeangebot von Kraft Foods könnte der Piemonteser Schokoladenfabrikant zusammen mit dem US-Konzern Hershey’s der Cadbury als «weisser Ritter» zu Hilfe kommen. Kurszuwächse von 2,36 Prozent auf 138,80 Pence verzeichneten auch die Titel der britischen Telefongesellschaft Cable & Wireless. JPMorgan hatte die Aktien von «Neutral» auf «Overweight» hochgestuft.


An der Börse in Mailand fielen Enel um 1,93 Prozent auf 4,1875 Euro. Die UBS hatte die Titel des Stromkonzerns von «Neutral» auf «Buy» abgestuft. Die Notierung des Turiner Autobauers Fiat gab mit minus 2,66 Prozent auf 10,24 Euro sogar noch mehr nach, ebenfalls nach einer Abstufung durch die UBS von «Neutral» auf «Buy».


In Paris stiegen Capgemini um 0,65 Prozent auf 31,195 Euro. Damit gaben sie aber einen Teil ihrer Gewinnen vom Vormittag wieder ab. Firmenchef Paul Hermelin hatte am Vortag mitgeteilt, dass das IT-Beratungsunternehmen seine starke Cash-Position für Akquisitionen oder zur Zahlung einer Sonderdividende nutzen könnte.


Vivendi verloren unterdessen 0,55 Prozent auf 19,06 Euro. Der erwartete Ausstieg des französischen Medien- und Telekomkonzerns beim US-amerikanischen Unterhaltungskonglomerat NBC Universal dürfte laut einem Pressebericht noch auf sich warten lassen. NBC-Haupteigner General Electric (GE) und Vivendi lägen in ihren Verhandlungen über den Preis für den 20-Prozent-Anteil der Franzosen mindestens eine Milliarde US-Dollar auseinander, berichtet die «Financial Times» und beruft sich auf mit den Verhandlungen vertraute Personen. (awp/mc/ps/17)

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