Euro gerät unter Druck – Frühere US-Zinserhöhung erwartet

Der Dollar kostete damit 0,6763 Euro. «Die Kursverluste des Euro sind eine Nachwirkung des gut ausgefallenen US-Arbeitsmarktberichts vom Freitag», sagte Rainer Sartoris, Devisenexperte vom Bankhaus HSBC Trinkaus. Mittlerweile wird am Markt eine Leitzinsanhebung der Fed bereits im Sommer 2010 erwartet. Vor der Veröffentlichung der Daten sei zumeist noch für das gesamte kommende Jahr keine Zinserhöhung erwartet worden. «Ein höherer Leitzins würde den Dollar für Anleger wieder attraktiver machen», sagte Sartoris. «Die zeitweise zu beobachtende Flucht aus dem Dollar und die Aufwärtsbewegung des Euro dürfte gestoppt sein.»


Auftragseingänge deutsche Industrie enttäuschen
«Die enttäuschend ausgefallenen Auftragseingänge der deutschen Industrie haben am Devisenmarkt kaum eine Rolle gespielt», sagte Sartoris. Der Rückgang im Oktober um 2,1 Prozent zum Vormonat sei zwar überraschend gewesen. Allerdings seien die Aufträge zuvor sieben Monate in Folge gestiegen. Daher dürfe dieser Rückgang nicht überbewertet werden.


Referenzkurse
Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,90505 (0,90480) britische Pfund, 133,24 (133,08) japanische Yen und 1,5123 (1,5063) Schweizer Franken festgelegt. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.142,50 (1.190,25) Dollar gefixt. (awp/mc/ps/33)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.