Euro wieder deutlich über 1,27 US-Dollar

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag noch auf 1,2685 (Freitag: 1,2660) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7883 (0,7899) Euro.


Leichter Ausbau der Gewinne
«Die Marktpsychologie favorisiert den Euro leicht», sagte Devisenhändler James Round von der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP). Bereits vor der Veröffentlichung enttäuschender US-Konjunkturdaten am Montagnachmittag war der Euro wieder über die Marke von 1,27 Dollar geklettert. Nach der überraschenden Stimmungseintrübung bei den US-Einkaufsmanagern im Verarbeitenden Gewerbe baute der Euro seine Kursgewinne weiter leicht aus. Der Einkaufsmanagerindex ist im September überraschend von 54,5 Punkten im Vormonat auf 52,9 Punkte zurückgegangen. Ökonomen hatten hingegen mit einer Stimmungsaufhellung gerechnet.


Auf der Spitze des Leitzinsgipfels
«Am Markt bestimmen die Zinsperspektiven weiterhin das Geschehen», sagte Round. Während die US-Notenbank angesichts der jüngsten Daten den Leitzinsgipfel bereits seit längerem erreicht habe, dürfte die EZB bereits am Donnerstag den Leitzins weiter leicht um 0,25 Prozentpunkte auf dann 3,25 Prozent erhöhen. Bis Dezember wird am Markt trotz des jüngsten Rückgangs der Inflationsrate mit einem weiteren kleinen Zinsschritt nach oben gerechnet. Damit würde sich der Leitzinsvorsprung der USA zur Eurozone weiter verringern. Dies stütze tendenziell den Euro, sagte Round.


Im Vergleich
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6779 (0,6777) britische Pfund , 149,99 (149,34) japanische Yen und 1,5841 (1,5881) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 600,60 (599,25) Dollar festgesetzt.(awp/mc/th)

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