Euro zum Dollar kaum verändert – Japanischer Yen stark unter Druck

Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag mit 1,2929 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2921 (Freitag: 1,2901) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7739 (0,7751) Euro.


„Der Handel des Euro zum Dollar ist angesichts fehlender Konjunkturdaten in einer engen Spanne verlaufen“, sagte Antje Praefcke Devisenexpertin von der Commerzbank. In der laufenden Woche stehen in den USA eine Reihe von wichtigen Konjunkturdaten und die Zinsentscheidung der US-Notenbank an. Der Markt warte daher noch ab, sagte Praefcke.

Schwache Einzelhandelsumsätze drücken den Yen

„Stark unter Druck geriet jedoch der japanische Yen nach enttäuschenden Einzelhandelsumsätzen“, sagte Praefcke. „Die Daten für den Dezember signalisierten eine anhaltende Schwäche des privaten Verbrauchs in Japan und machten eine baldige Zinserhöhung der japanischen Notenbank unwahrscheinlich.“ Der Euro kletterte bis auf 158,45 Yen und blieb damit nur knapp unter seinem Rekordtiefstand vom 26. Januar bei 158,62 Yen. Der Dollar stieg zum Yen auf 121,94 Yen und erreicht damit den höchsten Stand seit vier Jahren. Der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück kündigte in Brüssel an, dass der Yen ein Teil der Konsultationen der sieben wichtigsten Industriestaaten G7 wird. Der schwache Yen beeinträchtigt die Exportchancen der Eurozone.

Referenzkurse
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,66020 (0,65825) britische Pfund , 157,70 (156,71) japanische Yen und auf 1,6216 (1,6184) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 644,75 (645,50) Dollar gefixt. (awp/mc/th)

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