Eurokurs fällt unter 1,27 US-Dollar

«Die erwarteten weiteren schwachen Konjunkturdaten lasten auf dem Euro», sagte Ulrich Leuchtmann, Devisenexperte bei der Commerzbank. Im derzeitigen Umfeld werde der Dollar, auch wenn die Krise von den USA ausgegangen ist, weiter als «sicherer Hafen» gesucht. Die deutlichen Kursverluste am Freitag seien durch eine «technische Reaktion» ausgelöst worden, nachdem es der Euro in den vergangenen Tagen nicht geschafft habe, über 1,30 Dollar zu steigen und Positionen aufgelöst worden seien.

Erwartete Leitzinssenkungen der EZB lasten auf dem Euro
«Zudem lasten die erwarteten Leitzinssenkungen der EZB auf dem Euro», sagte Leuchtmann. Die EZB hat mit ihrem derzeitigen Leitzins von 3,25 Prozent einen grösseren Spielraum für weitere Leitzinssenkungen als die US-Notenbank. In den USA liegt der Leitzins bei lediglich 1,0 Prozent. Die im November in der Eurozone stark gefallenen Verbraucherpreise sprechen laut Volkswirten für weitere kräftige Zinssenkungen. Die jährliche Inflationsrate in der Eurozone ist im November auf 2,1 Prozent gesunken, nachdem sie im Oktober noch bei 3,2 Prozent gelegen hatte.


Referenzkurse
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,82990 (0,83580) britische Pfund, 121,46 (123,04) japanische Yen und auf 1,5455 (1,5450) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 814,50 (814,00) Dollar gehandelt. (awp/mc/gh/32)

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