Eurokurs gestiegen – US-Arbeitsmarktbericht enttäuscht

Zeitweise war der Euro nach den Daten bis auf 1,4824 Dollar geklettert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,4727 (Donnerstag: 1,4753) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,6790 (0,6778) Euro.


Enttäuschend ausgefallener Arbeitsmarktbericht
«Der enttäuschend ausgefallene Arbeitsmarktbericht bestätigt die sehr schlechten Konjunkturaussichten für die USA», sagte James Round, Devisenexperte von der Landesbank Rheinland-Pfalz. «Die Auswirkungen der Kreditkrise beginnen erst ihre Wirkung zu entfalten. Es ist unklar wie viele Leichen hier noch im Keller liegen.» Sowohl die Entwicklung der Beschäftigung als auch die Arbeitslosenquote sind im Dezember deutlich schwächer ausgefallen als erwartet. Die Zahl der Beschäftigten (ausserhalb der Landwirtschaft) war zum Vormonat um 18.000 geklettert. Dies ist der niedrigste Anstieg seit vier Jahren. Volkswirte hatten zuvor mit einem Anstieg von 70.000 gerechnet. Die Arbeitslosenquote war von 4,7 Prozent im Vormonat auf 5,0 Prozent gestiegen. Hier hatten die Experten mit einer Quote von 4,8 Prozent gerechnet.


Erwartete Zinssenkungen
Vor allem die zu erwartenden Zinssenkungen der USA sollten den Dollar auch künftig belasten, sagte Round. Bereits in diesem Monat dürfte die US-Notenbank ihren Leitzins um mindestens 0,25 Prozent oder gar um 0,50 Prozent reduzieren. Weitere Zinssenkungen dürften folgen. Derzeit liegt der Leitzins noch bei 4,25 Prozent. In der Eurozone sei hingegen keine Zinssenkung von der EZB zu erwarten und der Leitzins könnte angesichts bestehender Inflationsgefahren bei 4,0 Prozent verharren.


Andere wichtige Währungen
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,74495 (0,74480) britische Pfund, 160,86 (160,68) japanische Yen und auf 1,6406 (1,6422) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 855,0 (858,85) Dollar gefixt. (awp/mc/ab)

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