Eurokurs gestiegen – Zunächst unveränderte Zinsen in USA erwartet

Im Vormittagshhandel hatte der Euro noch 1,3728 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor unverändert auf 1,3794 Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,7250 Euro.


Keine Anzeichen für Zinssenkung
Die US-Notenbank hatte am Dienstag den Leitzins unverändert bei 5,25 Prozent belassen. Viele Beobachter hatten sich angesichts der Probleme am US-Immobilienmarkt Hinweise auf eine baldige Zinssenkung erhofft, die jedoch enttäuscht wurden. «Das Kommunique deutet darauf hin, dass die US-Notenbank weiterhin eine Politik der ruhigen Hand vorzieht», sagte Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank. «Offensichtlich soll Aktionismus vermieden werden, um Zuversicht an den Finanzmärkten zu schüren.»


«Aktuelle wirtschaftliche Lage in den USA schön geredet»
«Das Kommunique der US-Notenbank zur jüngsten Zinsentscheidung kann nicht im Ansatz überzeugen», sagte Hellmeyer. Die aktuelle wirtschaftliche Lage in den USA werde schön geredet. «Die stärkste Krise am Wohnimmobilienmarkt seit 1931 als Korrektur zu bezeichnen, ist sehr gewagt», sagte Hellmeyer. Die jüngsten Einbrüche und Turbulenzen an den Finanzmärkten seien lediglich als Marktschwankungen klassifiziert worden. Die von der US-Notenbank festgestellte Verbesserung am Arbeitsmarkt wird laut Hellmeyer durch jüngste Zahlen widerlegt.


Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,67795 (0,68055) britische Pfund , 164,50 (163,67) japanische Yen und auf 1,6468 (1,6447) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 675,50 (668,00) Dollar gefixt. (awp/mc/pg)

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