France Telecom mit Gewinnrückgang – Ziele bestätigt

Danach soll ein organischer Cash Flow von acht Milliarden Euro erwirtschaftet werden. Ausserdem wollen die Franzosen stärker wachsen als das durchschnittliche Bruttoinlandsprodukt der Länder, in denen der Konzern aktiv ist. Andere europäische Konkurrenten wie die Deutsche Telekom oder der niederländische KPN hatten erst kürzlich ihre etwas präziseren Prognosen revidiert. Die France-Telecom-Aktie entwickelte sich mit plus 0,8 Prozent etwas besser als der Markt.


EBITDA leicht unter Erwartungen
Im abgelaufenen Quartal ging der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) bei France Telecom unter anderem wegen Wechselkurseffekten um sieben Prozent auf 4,3 Milliarden Euro zurück. Dabei hätten auch Zukäufe von Kanälen für das TV-Angebot Orange TV den Gewinn geschmälert. Analysten hatten im Schnitt mit 4,4 Milliarden Euro beim EBITDA gerechnet. Die Tatsache, dass das Umsatzwachstum 2009 schwach oder sogar nahe Null ausfallen werde, dürfte auf die EBITDA-Marge drücken, sagte Finanzvorstand Gervais Pellissier.


Kundenzahl steigt
Die Zahl der Kunden stieg im abgelaufenen Quartal auf 183,5 Millionen. Das sind gut sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz ging aber dennoch von 13,0 Milliarden auf 12,7 Milliarden Euro zurück. Auf vergleichbarer Basis sprach der Konzern von einer stabilen Entwicklung mit einem Zuwachs von 0,4 Prozent. Im Vergleich zum Schlussquartal 2008 hätten allerdings Wechselkurseffekte insbesondere in Polen zugenommen. Nach Polen, Spanien und der Schweiz seien die Umsätze vor allem in Schwellenländern Osteuropas gesunken, dazu zählt France Telecom Rumänien und die Slowakei. In Afrika habe sich das Wachstum noch nicht so stark verlangsamt.


Niedrigere Investitionen
Deshalb bereitet sich der Konzern darauf vor, zumindest bei den Investitionen zurückzustecken. Sie gingen im ersten Quartal bereits von 1,49 Milliarden Euro auf 1,23 Milliarden Euro zurück – das entsprach einem Anteil an den Umsätzen von 9,7 Prozent nach 11,5 Prozent im Vorjahr. 2009 werde dieser Anteil unter 12 Prozent liegen, sagte Finanzvorstand Pellissier. Werde eine weitere Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfelds beobachtet, würden die Investitionen noch weiter zurückgefahren. Gleichzeitig wird das angekündigte konzernweite Kostensparprogramm weitergefahren.


France Telecom Espana soll 100-prozentige FT-Tochter werden
Allerdings kündigten die Franzosen an, den Anteil an ihrer spanischen Tochter von 81,6 auf 99,85 Prozent erhöhen zu wollen. Die Anteilseigner von France Telecom Espana hätten zugestimmt, ihre Aktien für insgesamt 1,4 Milliarden Euro zu verkaufen. (awp/mc/ps/13)

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