Gavazzi schreibt im 1. Halbjahr Reingewinn von 7,3 Mio. Franken

Für das Gesamtjahr wird denn auch ein leichter Rückgang der Kennzahlen erwartet, nachdem anlässlich der Bilanzmedienkonferenz im Juni noch eine weitere Umsatzsteigerung in Aussicht gestellt wurde.


Umsatzrückgang von 1,6 % – EBIT sinkt auf 9,6 Mio. Franken
Mit dem Umsatz hat Carlo Gavazzi einen Rückgang von 1,6% auf 109,5 (VJ 111,3) Mio CHF und beim Auftragseingang von 2,2% auf 108,9 (111,3) Mio CHF hinnehmen müssen. Der EBIT nahm um 6,8% auf 9,6 (10,3) Mio CHF ab, die entsprechende EBIT-Marge auf 8,8 (9,3)%. Der Reingewinn der Elektronikgruppe ging um 3,9% auf 7,3 (7,6) Mio CHF zurück.


Einmalige Kosten für Beratungsaufwendungen
EBIT und Reingewinn seien durch einmalige Kosten von 1 Mio CHF für externe Beratungsaufwendungen negativ beeinflusst worden. Ohne diese Belastung wäre gegenüber dem Vorjahr ein leicht besseres Ergebnis erreicht worden, heisst es. Die stabilen Bruttogewinnmargen von 47,8% und die auf 37,9% von 38,4% verringerten Betriebskosten würden für die Zukunft zuversichtlich stimmen.


Damit hat Gavazzi die Prognosen der Bank Vontobel einzig beim Reingewinn erreicht. Vontobel prognostizierte einen Umsatz von 112,5 Mio, einen EBIT von 10,6 Mio sowie einen Reingewinn von 7,1 Mio CHF.


Automation Components: Umsatz und EBIT in etwa stabil
Der Bereich Automation Components verzeichnete einen Umsatzrückgang um 3,4% auf 94,5 Mio CHF und einen Rückgang des EBIT um 1,9% auf 10,5 Mio CHF. Die EBIT-Marge verbesserte sich demnach leicht auf 11,1%. Umsatz und EBIT seien trotz eines «erheblichen» Nachfragerückgangs nach Komponenten in den meisten südostasiatischen Ländern in etwa stabil geblieben. Dazu habe ein Umsatzwachstum in lokalen Währungen von rund 4% in Europa sowie von 7% in den USA beigetragen.


Berlingieri übernimmt a.i. Leitung von Automation Components
Weiter wird bekanntgegeben, dass der Verwaltungsrat Alessandro Berlingieri per sofort interimistisch die Leitung von Automation Components übernehmen wird. Er ersetzt Dino Masili, dessen Rücktritt per Ende Oktober bereits früher kommuniziert wurde.


Deutliches Umsatzwachstum im Bereich Computing Solutions
Der Bereich Computing Solutions erreichte ein Umsatzwachstum von 11,1% auf 15,0 Mio CHF und schaffte mit einem EBIT von 0,1 Mio CHF den Sprung in die Gewinnzone. Im Vorjahressemester gab es hier noch ein Minus von 0,3 Mio CHF. Die «massiv» verringerte Abhängigkeit von volatilen Telekom-Infrastruktur-Markt, welche noch 5% zum Umsatz beiträgt, sowie die Konzentration auf Produkte sowie Verkaufs- und Marketingaktivitäten für die Bereiche Industrie und Militär hätten sich ausbezahlt. Mehrere langjährige Verträge seien abgeschlossen worden. Trotz negativer Signale der US-Wirtschaft durch die makroökonomischen Indikatoren zeigt sich Carlo Gavazzi zuversichtlich, die Performance des Bereiches aus dem Vorjahr zu verbessern.


Schwächere Entwicklung erwartet
Für den Konzern wird für das Gesamtjahr 2008/09 ein Rückgang der Nachfrage in einigen Marktsegmenten und eine insgesamt «etwas schwächere Entwicklung» gegenüber dem Vorjahr erwartet. Eine Prognose sei aufgrund der globalen Finanzmarktkrise und der voraussichtlichen Abschwächung der Industriemärkte aber schwierig. Aufgrund der starken Netto-Cash-Position, des Turnarounds in Computing Solutions und der Unabhängigkeit von Automation Components vom Automobilsektor sowie aufgrund grosser Industrievorhaben sei man für den sich abzeichnenden Nachfragerückgang aber gut gewappnet. Bisher hatte das Unternehmen für das Gesamtjahr vorbehaltlich unvorhersehbarer Ereignisse eine weitere Umsatzsteigerung prognostiziert. (awp/mc/pg/08)

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