Gericht gibt Chrysler grünes Licht für Fiat-Einstieg

Für den drittgrössten amerikanischen Hersteller Chrysler wurde damit ein rascher Abschluss des vor einem Monat begonnenen Insolvenzverfahrens erwartet. Einigen US-Medien zufolge sollte der Neustart womöglich sogar noch am Montag erfolgen. Chrysler schlage ein neues Kapitel auf, sagte der scheidende Unternehmenschef Robert Nardelli.


Fiat bekommt zunächst 20 Prozent an Chrysler
Fiat bekommt beim Einstieg zunächst 20 Prozent an Chrysler und kann den Anteil langfristig deutlich aufstocken. Vorerst hält die Autogewerkschaft UAW – im Gegenzug für Milliarden-Zugeständnisse – über ihren Betriebsrentner-Gesundheitsfonds die Mehrheit am neuen Unternehmen. Den Rest bekommen die USA und Kanada. Fiat darf erst die Mehrheit übernehmen, wenn alle Schulden gegenüber den beiden Staaten abbezahlt sind.


Marchionne übernimmt das Steuer selber
Die bisherigen Gläubiger müssen sich im Zuge des Verkaufs mit rund zwei Milliarden Dollar (1,4 Mrd Euro) zufriedengeben. Bei ihnen stand Chrysler zuletzt mit knapp sieben Milliarden Dollar in der Kreide. Nach dem Ende des Insolvenzverfahrens soll Chrysler-Chef Nardelli das Steuer des Autobauers abgeben. Fiat-Chef Sergio Marchionne will es dann selbst übernehmen.


Erfolg für Obama
Der erwartete schnelle Neustart ist ein Erfolg für US-Präsident Barack Obama, der ein Verlassen der Insolvenz nach 30 bis 60 Tagen als Ziel ausgegeben hatte. Dies könnte auch GM auf rasches Verfahren hoffen lassen. Der Fall ist allerdings weit komplizierter und die immer noch sehr ehrgeizige Zielvorgabe der Regierung daher bis zu 90 Tage. (awp/mc/ps/05)

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