Gewinnmitnahmen drücken Euro unter 1,33 Dollar

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Montagmittag auf 1,3253 (Freitag: 1,3176) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7545 (0,7590) Euro.


Handel ohne neue Impulse
„Nach dem kräftigen Sprung am Freitag überwiegen zum Wochenstart Gewinnmitnahmen“, sagte Commerzbank-Devisenexpertin You-Na Park. Die US-Arbeitsmarktdaten hätten am Freitag sehr deutlich enttäuscht und entsprechend starke Gewinne beim Euro ausgelöst. Das erhöhte Niveau nutzten einige Marktteilnehmer nun für Gewinnmitnahmen. Neue Impulse habe der Markt mangels neuer entscheidender Konjunkturdaten aus den USA und der Eurozone nicht erhalten. Auch die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Dienstagabend sorge am Markt bereits für Zurückhaltung.


US-Leitzins dürfte auf historischem Tief bleiben
Bei der Zinsentscheidung der US-Notenbank werden nach Einschätzung von Ökonomen nur kleinere Veränderungen beim Kommentar erwartet. Hier dürften die enttäuschenden Konjunkturdaten der vergangenen Wochen Spuren hinterlassen. Der Leitzins dürfte hingegen auf dem Rekordtief von 0,0 bis 0,25 Prozent verharren. Zusätzliche quantitative Massnahmen dürften noch nicht beschlossen werden. Denkbar sei nach den enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten allenfalls, dass die Fed zukünftig die Erträge aus fälligen hypothekengesicherten Anleihen reinvestiert und nicht wie bisher stilllegt. Dies werde am Markt inzwischen aber erwartet und dürfte nicht für zusätzlichen Druck sorgen, sagte Expertin Park


Referenzkurse 
Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83040 (0,83010) britische Pfund, 113,48 (113,14) japanische Yen und 1,3771 (1,3830) Schweizer Franken fest gelegt. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.203,00 (1.207,75) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 28.910,00 (28.890,00) Euro. (awp/mc/ps/26)

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