Google setzt auf langfristige Werbe-Partnerschaft mit Yahoo

Dies sagte Google-Mitgründer Sergej Brin vor Journalisten am Donnerstagabend. Weder Brin noch Google-Chairman Eric Schmidt wollten Angaben zum Stand der Verhandlungen nach dem Ende einer zweiwöchigen Testphase machen. Schmidt versicherte aber, Yahoo unbedingt vom weltgrössten Softwarekonzerns Microsoft fernhalten zu wollen.


Mehr als 50 Milliarden Dollar von Microsoft gefordert
Microsoft wollte Yahoo für zunächst 45 Milliarden US-Dollar erwerben, sah sich aber starkem Widerstand des Yahoo-Managements gegenüber. Nachdem Microsoft mehrmals erfolglos mit einer feindlichen Übernahme gedroht hatte, zog der Konzern am vergangenen Wochenende sein zuletzt auf 47,5 Milliarden Dollar erhöhtes Angebot überraschend zurück. Die Yahoo-Führung hatte mehr als 50 Milliarden Dollar gefordert. Mit dem Kauf wollte Microsoft die Google-Dominanz bei Online-Suche und Internet-Werbung brechen. Google bleibt nun vorerst bei Suchanzeigen mit weitem Abstand Marktführer vor Yahoo und Microsoft.


Massiver Streit mit Aktionären
Nach der gescheiterten Übernahme hat Yahoo ein Debakel an der Börse erlebt und massiven Streit mit Aktionären heraufbeschworen. Allein vergangenen Montag brach die Aktie um fast 20 Prozent ein. Einige Yahoo-Aktionäre haben bereits gegen das Unternehmen geklagt und fordern Schadensersatz.


Gemeinsam mehr als 80 Prozent des Online-Werbemarktes
Eine Vereinbarung mit Google könnte Yahoo laut US-Medien Zusatzeinnahmen von rund einer Milliarde US-Dollar bringen. Wettbewerbshüter könnten aber Bedenken anmelden, da die beiden etwa in den USA gemeinsam mehr als 80 Prozent des Online-Werbemarktes beherrschen. (awp/mc/gh)

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