IHAG Kommentar: Ist das Schlimmste an den Börsen vorüber?

Allerdings wird die Inflation mehr und mehr zu einem Problem. So stiegen die Konsumentenpreise in China im Mai um 3.1%, nach 2.8% im April. Im Zuge der etwas besseren Aktienmärkte erholte sich auch der Ölpreis. Eine Fortsetzung des Rebounds erscheint wahrscheinlich. Die Benzinlager in den USA sind tief und die «Driving season» steht vor der Tür. Der Goldpreis stieg um 1.8% und beendete die Woche bei&USD 1226.2/Feinunze. Generell sorgt die anhaltende Schuldenkrise für eine hohe Nachfrage nach dem Edelmetall. Auf der anderen Seite erreichte die Minenproduktion im 1. Quartal mit 600 Tonnen den höchsten Wert seit dem Jahre 2003. Setzt sich dieser Trend fort, könnte es den Goldpreisanstieg in Zukunft dämpfen.


Bodenbildung an den Aktienmärkten
An den Aktienmärkten zeichnet sich immer mehr eine Bodenbildunbildung ab und es sieht so aus, als ob die Tiefstkurse vom Mai, resp. Juni für den S&P500 (SMI: 6’091, Dax: 5’670, S&P500: 1’050) nicht mehr unterschritten werden. Verschiedene Unternehmen meldeten sich mit der Aussage zu Wort, die wirtschaftliche Lage sei besser als die Stimmung an der Börse. Dazu gehörte auch Continental. Der Autozulieferer konnte aufgrund eines guten Mai?s die Prognosen fürs Gesamtjahr 2010 erhöhen. Ins Bild passt, dass auch BMW gute Absatzzahlen im Mai melden konnte (+10.8%). Wir empfehlen beide Aktien zum Kauf, wobei wir bei der Restrukturierungsstory Continental das höhere Potential sehen.


Tatsächliche Lage besser als die Stimmung
Neben den guten Fundamentaldaten spricht auch das Sentiment als Kontraindikator für eine Entspannung an den Märkten. Das von der American Assocaiton of Individual Investor?s ermittelte «Bullish-Sentiment» fiel per Ende letzter Woche auf 34.48%. Vor der Marktkorrektur Ende April belief sich die Zahl der Bullen auf beinahe 50%. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die tatsächliche Lage in der Wirtschaft wohl weniger schlecht ist, als dies durch die Kursschwäche im Mai impliziert wurde. Ein breites Bild über den Zustand der Unternehmen werden die Marktteilnehmer ab etwa Mitte Juli im Rahmen der «Earnings Season» erhalten. Bis dahin dürften die Kurse volatil bleiben, wobei die Gefahr neuer Lows in den Indizes gering erscheint. Wir würden uns an schwachen Tagen in gut aufgestellten Unternehmen zu positionieren beginnen.

(IHAG/mc/hfu)


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