Immobilienfirmen unter Betrugsverdacht


«Null Toleranz» laute im Golfemirat Dubai ab sofort die Parole, titeln am heutigen Montag die Tageszeitungen in Dubai. Der Grund: aktuelle Ermittlungen gegen die Immobilienentwicklerin Nakheel (sie baut u. a. die Palm-Inseln) und den islamischen Baufinancier Tamweel beherrschen seit Ende letzter Woche die Schlagzeilen.


Unter Verdacht: Nakheel und Tamweel
Bei Nakheel steht ein hoher Manager in Verdacht Schmiergeldzahlungen angenommen zu haben. Allerdings stehen derzeit noch mehr Gerüchte als Fakten im Raum. Weder die genaue Summe noch der Name des von der Polizei definitiv befragten Managers stehen fest. Gegen den ehemaligen CEO des Scharia-konformen Financiers Tamweel, Adel Shirawi, wird wegen Veruntreuung ermittelt. Der Emirati sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Auch in diesem Fall war das Unternehmen bislang zu keiner Stellungnahme bereit.


Arabtec zieht vor Gericht
Ausserdem zog der lokalen Baukonzern Arabtec Construction gegen den Aufzughersteller Ultra Fuji International vor den Kadi. Der Vorwurf des Dubaier Bauriesen: Ultra Fuji habe Fahrstuhlinstallationen in der Bankenzone DIFC fahrlässig verzögert, wodurch Arabtec ein Schaden in Höhe von fünf Millionen Dirham (etwa 1.46 Mio. Franken) entstanden sei. Unter dem Aktenzeichen CFI4/2007 fand heute vor den DIFC Courts die erste Anhörung beider Parteien statt.


«Rera» bechten
Investoren können sich gegen Betrügereien schützen, indem sie prüfen, ob ein Immobilienunternehmen bei der zuständigen Immobilienbehörde Rera gemeldet ist. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, beauftragt für die Vertragsformulierung einen Rechtsanwalt, z. B. bei den Sozietäten Habib Al Mulla & Co. oder Al Tamimi in Dubai. (gaf)

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