Immobilienkrise lastet weiter auf Home Depot

Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um mehr als fünf Prozent auf knapp 21,0 Milliarden Dollar (14,3 Mrd Euro). Flächenbereinigt lag er um acht Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Damit schnitt der Konzern insgesamt dennoch besser ab als erwartet. Je Aktie wies Home Depot 0,71 Dollar Gewinn je Aktie aus, während die Durchschnittsschätzungen der Wall Street 0,61 Dollar vorgesehen hatten. Home Depot verwies auf Kosteneinsparungen und verstärkte Marketingaktionen. Bereits am Vortag hatte der kleinere Konkurrent Lowe’s einen Quartalsabschluss vorgelegt, der besser als erwartet ausgefallen war.


Kein Ende der Talfahrt in Sicht
Home Depot sieht dennoch vorerst kein Ende der Talfahrt. Der Markt und die Kunden blieben unter Druck, sagte Konzernchef Frank Blake am Dienstag. Im Gesamtjahr soll der Umsatz um rund fünf Prozent sinken und der Gewinn je Aktie um etwa 24 Prozent.


Höhere Kosten für Transport, Energie und Material
Wegen der Häuserkrise und der steigenden Lebenshaltungskosten wird in den USA weniger gebaut und renoviert. Während des Immobilienbooms hatten viele Verbraucher ihre auf Pump gekauften Häuser aufwendig ausgebaut und dann dank ständig steigender Preise gewinnbringend weiterverkauft. Home Depot, der nach Wal-Mart zweitgrösste US-Einzelhändler, kämpft zugleich mit höheren Kosten für Transport, Energie und Material. Home Depot hat bereits mit Filial-Schliessungen und Entlassungen auf die Krise reagiert. Bei Neueröffnungen trat der Konzern auf die Bremse. (awp/mc/pg/19)

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