IWF hebt Wachstumsprognose deutlich an

Im Jahr 2010 dürfte die Weltwirtschaft daher um 3,9 Prozent wachsen. Im Oktober war der IWF von 3,1 Prozent ausgegangen. Im kommenden Jahr dürfte das Weltwirtschaftswachstum dann bei 4,3 Prozent liegen.


1 % Wachstum in der Eurozone
In den meisten entwickelten Volkswirtschaften dürfte das Wachstum im Vergleich im historischen Vergleich verhalten bleiben, erwartet der IWF. Die Eurozone dürfte um 1,0 Prozent wachsen (zuvor erwartet: 0,3%). Deutlich wurde die Wachstumsprognose für Deutschland angehoben. Der IWF erwartet hier ein Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,5 Prozent, nachdem er zuvor 0,3 Prozent prognostiziert hatte. Im kommenden Jahr geht der IWF von 1,9 Prozent aus. Im Jahr 2009 war die deutsche Wirtschaft laut IWF noch um 4,8 Prozent geschrumpft. In den USA werde das Wachstum im laufenden Jahr bei 2,7 Prozent und im kommenden Jahr bei 2,4 Prozent liegen.


Hohe Arbeitslosigkeit und Staatsschulden
Gedämpft werde das Wirtschaftswachstum in den entwickelten Volkswirtschaften vor allem durch die hohe Arbeitslosigkeit und hohe Staatsschulden. Zudem seien die Finanzsysteme noch nicht voll funktionstüchtig. In einigen Ländern gebe es zudem eine hohe Verschuldung der privaten Haushalte.


Chinesische Wirtschaft wächst zweistellig
Ein deutlich stärkeres Wachstum erwartet der IWF für die Schwellenländer. So wird die chinesische Wirtschaft mit 10,0 Prozent (bisher: +9,0%) gar zweistellig wachsen. Das Wachstum in den Schwellenländern werde vor allen durch die robuste Binnennachfrage angetrieben. Starke wirtschaftliche Rahmenbedingungen und eine rasche politische Reaktion auf die Krise hätten dazu beigetragen, die Folgen der Krise abzumildern und rasch wieder ausländisches Kapital anzuziehen. Politische Massnahmen sind laut IWF notwendig, um das weltweite Wirtschaftswachstum ausgewogener zu gestalten.

Stabilität der Finanzmärkte verbessert
Die Stabilität der weltweiten Finanzmärkte hat sich nach Einschätzung des IWF weiter verbessert. Hauptgründe seien günstigere Konjunkturdaten und die anhaltend expansive Fiskal- und Geldpolitik, heisst es in dem Finanzstabilitätsbericht des IWF vom Mittwoch. Gleichwohl sieht der Währungsfonds Gefahren für die Finanzstabilität.


Der IWF verweist auf mehrere Bereiche, in denen die Stabilität verbessert werden muss. So gelte es, das internationale Bankensystem zu stärken und den Kreditfluss zu sichern. Grosse Risiken sieht der Währungsfonds zudem in der immensen Belastung der Staatshaushalte durch die Finanzkrise, was den Ausstieg aus der expansiven Fiskalpolitik erschweren dürfte. In einigen Schwellenländern bestehe zudem Gefahr neuer Blasen an den Vermögensmärkten. Als Grund nennt der IWF teils starke Zuflüsse an ausländischem Kapital. (awp/mc/pg/26)

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