Lanxess steigert im 2. Quartal Umsatz- und operatives Ergebnis überraschend

Dies teilte die im MDAX gelistete Gesellschaft am Mittwoch in Leverkusen mit. Preis- und Mengensteigerungen hätten die Auswirkungen der ungünstigen Rohstoffpreis- und Wechselkursentwicklungen deutlich kompensiert. Der Umsatz legte um 2,2 Prozent auf 1,765 Milliarden Euro zu. Währungs- und portfoliobereinigt ergab sich ein kräftiges Plus von 14 Prozent. Die befragten Experten hatten bei einem Umsatz von 1,645 Milliarden Euro ein operatives Ergebnis von 207 Millionen Euro erwartet.


EBIT über Erwartungen
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern (EBIT) und vor Sondereinflüssen kletterte im Berichtszeitraum um 5,3 Prozent auf 159 Millionen Euro. Die befragten Experten waren nur von 149 Millionen Euro ausgegangen. Unter dem Strich wies der Konzern allerdings einen etwas geringeren Gewinn als erwartet aus. Der Überschuss kletterte auf plus 53 (-59) Millionen Euro. Abschreibungen in Millionenhöhe im Zusammenhang mit dem schrittweisen Verkauf der Kunststoffsparte Lustran hatten den Konzern vor einem Jahr tief in die Verlustzone gedrückt. Die Analysten hatten nun mit 57 Millionen Euro gerechnet.


«Konzern optimal aufgestellt»
«Der Konzern ist optimal aufgestellt, um sich auch in einem zunehmend schwieriger werdenden Marktumfeld zu behaupten», zeigte sich Lanxess-Chef Axel Heitmann optimistisch. Für die zweite Jahreshälfte sei von einer weiteren Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums auszugehen. Insbesondere für Nordamerika sei mit einer verstärkten konjunkturellen Eintrübung zu rechnen. Davon betroffen seien vor allem der dortige Bau- und Automobilsektor. Die Prognosen für das Gesamtjahr bekräftigte Heitmann gleichwohl. Demnach dürfte das EBITDA vor Sondereinflüssen 2008 über 700 Millionen Euro liegen. 2007 waren inklusive des abgegebenen Lustran-Geschäfts 719 Millionen Euro erzielt worden. Der Umsatz dürfte 2008 operativ zulegen.


Zuversichtlicher Ausblick
Die Perspektiven für den globalen Automobil- und Reifenmarkt blieben robust, wobei hier vor allem die Wachstumsregionen Asien-Pazifik, Mittel- und Osteuropa und Lateinamerika durch ihre Dynamik im Fokus stünden, hiess es. Durch Impulse aus diesen Wachstumsregionen dürfte sich die weltweite Chemiekonjunktur auch weiterhin positiv entwickeln, erwartet der Konzern. Die Preise für Energie und petrochemische Rohstoffe dürften sich weiter auf hohem und stark schwankendem Niveau bewegen. Daneben werde die Stärke der europäischen Währung, insbesondere zum US-Dollar, Einfluss auf den weiteren Geschäftsverlauf ausüben. Im zweiten Quartal hätten Rohstoffpreissteigerungen vollständig in den Markt weitergegeben werden können.


Ziele bekräftigt
Unverändert halte der Konzern an den Zielen fest, 2008 die durchschnittliche EBITDA-Marge der Wettbewerber zu erreichen, keinen Geschäftsbereich mit einer EBITDA-Marge von unter fünf Prozent zu betreiben und sein Investment-Grade-Rating beizubehalten. (awp/mc/ps/10)

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