Linde-Chef Reitzle präzisiert Ergebnisziele für 2005

Der Jahresüberschuss und das Ergebnis je Aktie dürften stärker als der operative Gewinn steigen, kündigte Reitzle an. Dies liege vor allem an den wegfallenden Goodwill-Abschreibungen. Der Konzernchef bekräftigte die Sparziele für die Sparten Material Handling und Gas. Zwischen 2006 und 2008 sehe er ein Einsparpotenzial im dreistelligen Millionenbereich.


Sparprogramme
Die Sparprogramme seien absolut notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Allein in diesem Jahr müsse der Gabelstapler-Bereich zusätzliche Rohstoffkosten von 28 Millionen Euro verkraften. Um diesen Betrag werde das ursprünglich angestrebte Einsparvolumen von 50 Millionen Euro in der Sparte geschmälert.


4,2 Prozent-Anteil durch Hedge-Fonds
Nach Angaben von Reitzle halten Hedge-Fonds derzeit etwa 4,2 Prozent an Linde. Dieser Anteil habe sich in den vergangenen Jahren nicht nennenswert verändert. Es handele sich um langfristig orientierte Finanzinvestoren. Reitzle sagte, er habe keine Anzeichen dafür, dass die Großaktionäre Deutsche Bank (10 Prozent), Allianz (12,3 Prozent) und Commerzbank (10 Prozent) sich von ihren Linde-Aktien trennen wollten. «Wir sind happy. Für uns ist das eine relativ angenehme Situation, dass wir da keinen Wechsel haben», sagte Reitzle. Linde sei gut unterwegs, aus seiner Sicht könnten die Großaktionäre zufrieden sein.


Spekulationen
Die deutschen Finanzkonzerne sind jedoch seit längerem generell dabei, sich von nicht-strategischen Industriebeteiligungen zu trennen. An der Börse wird spekuliert, dass bei einem Ausstieg des Trios ausländische Investoren bei Linde einsteigen und den Konzern zerschlagen könnten. (awp/mc/gh)

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