Neue Risikofreude der Anleger treibt Euro zeitweise über 1,28 Dollar

Händler sprachen übereinstimmen von einer stärkeren Risikofreude der Investoren, die den Kurs des Euro im Tagesverlauf angetrieben hätte. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2786 (Dienstag: 1,2783) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7821 (0,7823) Euro.


Leise Hoffnungen
Mit Blick auf die starken Kursgewinne an den Aktienmärkten in den vergangenen zwei Tagen würden die Anleger wieder etwas Hoffnung auf eine wirtschaftliche Belebung schöpfen und stärker auf den Euro setzen, sagten Händler. Zuletzt hätten die Investoren vor dem Hintergrund des Ausverkaufs an den Aktienmärkten noch verstärkt in den Dollar investiert, als «sicheren Hafen» in unruhigen Börsenzeiten. Die amerikanische Währung ist als Weltleitwährung viel liquider als Währungen anderer grosser Industrienationen und wurde daher schon immer als beliebte Anlageform in Krisenzeiten genutzt.


Verstärkte Investments von US-Investoren in der Eurozone
Der Devisenexperte Cyrus de la Rubia von der HSH Nordbank nannte noch weitere Gründe für die jüngsten Kursgewinne des Euro. Mit der starken Kurserholung an den europäischen Aktienmärkten seit Beginn der Woche würden auch US-Investoren wieder verstärkt in Aktien von Firmen in der Eurozone investieren. Auf diesem Weg flossen in den vergangenen Tagen Kapitalströme aus den USA nach Europa und beflügelten so die Gemeinschaftswährung. Ausserdem dürfte sich die US-Wirtschaft nach Einschätzung des Experten langsamer erholen als die führenden Volkswirtschaften der Eurozone. Auch das gebe dem Euro derzeit etwas Auftrieb.


Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,9255 (0,9229) britische Pfund , 125,35 (125,45) japanische Yen und 1,4772 (1,4667) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 899,50 (901,50) Dollar gefixt. (awp/mc/pg/27)

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