Nokia Siemens Networks bleibt im Kampf um Nortel-Teile dran

Dies teilte NSN am späten Dienstagabend in New York mit. Damit will das Unternehmen den Konkurrenten Ciena übertrumpfen, der vor rund einer Woche den Zuschlag für die Sparte bekommen und dabei 769 Millionen Dollar geboten hatte. Dabei will Ciena nur 530 Millionen Dollar bar bezahlen und den Rest in Form von Wandelanleihen auf eigene Anteile begleichen.


Ball beim Insolvenzgericht in Delaware
Jetzt ist das Insolvenzgericht in Delaware am Zug und muss überlegen, ob es die NSN-Offerte prüfen will. Eine Entscheidung soll am Mittwoch fallen. Nortel muss nach und nach seine einzelnen Sparten verkaufen, um die Gläubiger zu bezahlen. NSN hatte bereits vor einigen Monaten versucht, sich das Mobilfunk-Geschäft der Kanadier zu sichern. Der schwedische Rivale Ericsson überbot das deutsch-finnische Gemeinschaftsunternehmen jedoch.


Spekulationen um Gründe von Beresford-Wylies Abgang
Kurz darauf quittierte NSN-Chef Simon Beresford-Wylie den Dienst. In der Branche wird spekuliert, er sei gegangen, weil ihm die Anteilseigner Nokia und Siemens die Unterstützung für das Nortel-Geschäft versagt hätten. NSN schreibt immer wieder hohe Verluste und verliert Marktanteile an die Konkurrenz. Tausende Stellen werden deswegen gestrichen. (awp/mc/ps/07)

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