Obama nimmt Nominierung an

Der 47-Jährige rief zu einem grundlegenden politischen Wechsel auf. Die Träume der Amerikaner könnten eins werden, wenn sie sich in einem aufregenden Kreuzzug des Wandels vereinten, sagte der sichtlich bewegte Obama. Er demonstrierte auch Verständnis für die von wirtschaftlichen Problemen geplagten US-Bürger.


Anlehnung an «I have a dream»-Rede
Nachdem Obama unter tosendem Jubel die Bühne betreten hatte, rief er mehrfach «Danke, danke, danke» und «Yes, we can» – den Slogan seiner Kampagne. «Wir treffen uns in einem entscheidenden Moment – einem Moment, in dem sich unser Land im Krieg befindet, unsere Wirtschaft in Aufruhr ist, und das amerikanische Versprechen wieder einmal bedroht ist.» In seiner Rede nahm er mehrfach Bezug auf die berühmte «I have a dream»-Rede von Martin Luther King, die dieser am 29. August vor 45 Jahren gehalten hatte.


«Amerika, wir können nicht umkehren»
Obama kritisierte die Aussenpolitik des republikanischen Amtsinhabers George W. Bush und seinen Rivalen John McCain. Der 47-Jährige kündigte einen politischen Wandel an: «Wir sind hier, weil wir dieses Land zu sehr lieben als das die kommenden vier Jahre wie die letzten acht aussehen dürften», sagte er. «Amerika, wir können nicht umkehren.» Er werde die «gescheiterte Präsidentschaft von George W. Bush» wettmachen, kündigte Obama an. Obama war am Mittwoch als erster Schwarzer in der Geschichte der USA zum Präsidentschaftskandidaten einer der grossen US-Parteien gekürt worden. «Ich bin nicht der wahrscheinlichste Kandidat für ein solches Amt», sagte er. «Aber heute abend stehe ich vor Ihnen, weil sich überall in Amerika etwas bewegt.»


Gore vergleicht Obama mit Abraham Lincoln
Vor Obamas Rede brachte eine Reihe von Stars und prominenter Redner die Menge mit ihren Auftritten in Stimmung, unter ihnen Stevie Wonder, Sheryl Crow und Oscar-Preisträgerin Jennifer Hudson. Nobelpreisträger Al Gore verglich in seiner Rede Obama mit Abraham Lincoln, einem der berühmtesten Präsidenten in der US-Geschichte: Der ebenfalls aus Illinois stammende Jurist sei früher ebenfalls als zu unerfahren kritisiert worden. «Was seine Anhänger an Lincoln am meisten schätzten, war seine Fähigkeit, in schwierigen Zeiten Hoffnung für die Zukunft zu machen», sagte Gore. (mc/ps)

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