Ölpreise fallen weiter – Rezessionsängste dominieren

«Der Ölpreis hat sich unter der Marke von 60 Dollar etwas stabilisiert», sagte Dora Borbély, Rohölexpertin bei der DekaBank. Die Preise seien weiterhin sehr schwankungsanfällig. «Das derzeitige Niveau ist aber eine Untertreibung, wenn man sich die Nachfrage- und Angebotsverhältnisse am Ölmarkt ansieht.» Fundamental angemessen ist laut Borbély ein Ölpreis von rund 80 Dollar.


Anhebung der OPEC-Ölförderung erwartet
«Die grosse Verunsicherung an den Märkten wegen der Finanzkrise und der schwachen Konjunkturaussichten hat diese Übertreibung ausgelöst», sagte Borbély. Dies dürfte sich auch in der nächsten Zeit nicht ändern. Die Organisation Erdöl exportierende Länder (OPEC) dürften sich erneut zum Handeln veranlasst sehen und die Ölförderung bald anheben. Die Vertreter des Kartells könnten sich bereits im November treffen, um eine weitere Kürzung der Fördermenge zu beschliessen.


OPEC-Rohölpreis kräftig gesunken
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist kräftig gesunken. Ein Barrel aus den Fördergebieten des Kartells habe am Dienstag 52,24 Dollar gekostet, teilte das OPEC-Sekretariat am Mittwoch in Wien mit. Das waren 2,53 Dollar weniger als am Montag. Die OPEC berechnet ihren täglichen Durchschnittspreis auf der Basis von 13 wichtigen Sorten der Mitgliedsländer. (awp/mc/pg/22)

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