Paketmarkt: Trotz Liberalisierung kein Lohndumping

Die Erhebung bei 186 Unternehmen des Paketmarktes zeigen laut PostReg, dass die Arbeitsbedingungen häufig deutlich über den Mindestanforderungen liegen. Um eine Konzession zu erhalten, müssen die Anbieter einen Brutto-Mindestlohn von jährlich 42’000 CHF und mindestens vier Wochen Ferien pro Jahr garantieren. Als Regelarbeitszeit gelten 43 Stunden pro Woche. Gemäss Erhebung liegt der Brutto-Medianlohn für ein Vollzeitpensum von 42 Wochenstunden bei 5354 Franken. Der Medianlohn bedeutet, dass die Hälfte aller Angestellten mehr und die andere Hälfte weniger als dieses Salär verdient.


Gewerkschaft klopft sich selber auf die Schulter
Die Gewerkschaft Kommunikation führt das Ausbleiben von Lohn- und Sozialdumping auf die gewerkschaftlichen Bemühungen für Gesamtarbeitsverträge (GAV) zurück. Dank den zwei GAV mit den grössten Anbietern Post und DPD sei die Branche von «massivem Lohndumping verschont geblieben». Die Gewerkschaft warnt gleichzeitig davor, die Studie eins zu eins auf den Briefmarkt umzulegen, der voraussichtlich in den nächsten Jahren ebenfalls vollständig liberalisiert wird. Vor einer Öffnung des Briefmakrtes brauche es GAV-Lösungen, die gleichzeitig mit der Liberalisierung in Kraft treten würden. (awp/mc/ps/19)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.