Palace Luzern: Klassik und Jugend mit Stil


Während des «Lucerne Festivals» schlägt das Herz Luzerns am hör- und fühlbarsten im Palace. Die bekannten Musiker und Dirigenten logieren hier ebenso wie die Liebhaber ihrer Kunst. Fünf Sterne am Eingang, die Stars in der Lobby und 16 Punkte im «Jasper»: Schöne Aussichten im Belle Epoque Palast am See.

Von Helmuth Fuchs



Schostakowitsch am Anfang und Ende des WegesFür die Anfahrt nehme ich mir diesmal etwas Zeit. Von Einsiedeln führt mich der Weg über den geschichtsträchtigen Flecken Schwyz nach Gersau, dann dem Vierwaldstättersee entlang nach Weggis, Meggen und schliesslich nach Luzern. Eine Reise in verschiedenen Räumen und Dimensionen: Architektonisch vom barocken Kloster über die prunkvollen Patrizierhäuser in Schwyz zum Belle Epoque Bau des Palace, kulinarisch von der bäuerlich geprägten Küche der Innerschweiz zur südlichen Cross-over-Modernität mit einem Hauch Asien ins Jasper, musikalisch vom gregorianischen Chorgesang zu den Sinfonien von Schostakowitschs. Schostakowitschs Sinfonie Nr. 11 wurde am diesjährigen Lucerne Festival von den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Valery Gergiev dargeboten und der Komponist wurde im gleichen Jahr geboren, in dem das Palace eröffnet wurde (1906). Grund genug also, Schostakowitsch zum musikalischen Begleiter der Reise zu machen. Meine Wahl fällt auf seine 24 Präludien und Fugen, 1992 eingespielt von Keith Jarrett. Eigentlich könnte sich bei dieser Musik und der Szenerie des spätsommerlichen Vierwaldstättersees die Reise endlos hinziehen. Tut sie aber nicht, die eindrucksvolle Jugendstil- Fassade des Palace signalisiert das Ziel der Reise.

Von der Seite durch die Brust ins Herz des Hauses
Der Eingang zum Palace liegt heute auf der Westseite, da der ursprüngliche Zugang vom Nationalquai her zu wenig Raum lässt. Dies verunmöglicht es dem Gast, sich dem Palace in gebührender Weise zu nähern. Das Haus verdiente eigentlich eine fulminantere Begegnung als die Annäherung durch den langen Seiteneingang. Wer von der Seeseite her kommt, kann die eindrucksvolle Fassade und die grosszügigen Proportionen des Palace gebührend bewundern. 1903 kaufte der Luzerner Hotelier Franz-Josef Bucher-Durrer das Grundstück zwischen Nationalquai und See, 1906 wurde das nach den Plänen der Architekten Meili und Wapf gestaltete Palace eröffnet. Nach einer ersten Blüte in den Zwanziger Jahren diente das Hotel in der Zeit des zweiten Weltkrieges als Sanitäts-Anstalt und Vorratslager. Nach fast zweijähriger Renovationszeit und 1.5 Millionen Franken Renovationskosten wurde das Palace 1946 als Luxushotel glanzvoll wieder in Betrieb genommen. In den siebziger Jahren erfolgte dann die Umstellung auf den Ganzjahresbetrieb und seither wurde das Palace immer wieder an die neuen Bedürfnisse der Spitzenhotellerie angepasst: 1982 Verlegung des Restaurants Le Mignon (das heutige Jasper) von der Strassen- zur Seeseite, Sanierung der Fassade, Umbau der Bankett- und Kongressräume, 1993 Neubau der beiden Dachgeschosse für 15 Millionen Franken, 2000 Neugestaltung von 26 Zimmern und des Eingangbereiches.



Schritt für Schritt zurück in die ZukunftWas der Gast heute im Innern des Palace wahrnimmt, ist das Resultat einer im Jahre 2000 begonnenen konsequenten architektonischen Rückführung des Palace zu seinen Jugendstil-Wurzeln. 2001 erfolgte die vollständige Renovation des Restaurants Les Artistes. Architekt Max Schmid und Innearchitekt Jo Brinkmann stellten unter der Leitung von Constancia Jörger das originale Ambiente der Jahrhundertwende wieder her. Kronleuchter, Stuckdecken, Rundsäulen, Marmorboden, edle Stoffe und spezielle Stilmöbel lassen die kulturelle Aufbruchsstimmung der Belle Epoque wieder aufleben. 2003 folgte die Neugestaltung der Lobby und drei weiterer Seminarräume. In der Lobby kam unter dem vor Jahrzehnten verlegten Spannteppich der originale Marmorboden in Schwarz und Weiss beinahe unbeschädigt wieder zum Vorschein. Während draussen die Uferallee als grünes Band, durchlöchert durch glitzernde Seespiegelungen dem Blick Halt bietet, ordnet das strenge und ruhige Muster des Bodens die Gedanken. Wo der Jugendstil die Symmetrie durch flächenhafte Ornamente und geschwungene Linien aufhebt, erdet der Marmorboden auch im übertragenen Sinne das Sein wieder. Der Gast erlebt im Palace sowohl den Überschwang des Aufbruchs als auch die Ruhe der Heimkehr in der harmonisierenden Hülle des Hauses, das in bester Jugendstilmanier Kunst und Leben zum Erlebnis verbindet.




Als kleine Revolution im Palace und der Gastroszene der Schweiz kann der Bau des Jaspers 2003 gewertet werden. Die Designerin Iria Degen legte mit der Gestaltung ihres ersten Restaurants gleich einen mutigen und prägenden Wurf hin. Kühle Ästhetik mit warmen Farben (Erdfarben, braun, aubergine, oliv). Eichenparkett, Opalglas, Schiefer, Onyx wurden kombiniert zu einem funktional modernen Raumgebilde, das in einem puristischen Ansatz asiatische Klarheit und südliche Lebenswärme vereint.

Gesamthaft wurden in den letzten drei Jahrzehnten weit über 80 Millionen Franken in die Renovation und Ausgestaltung des Hauses investiert. Als nächstes ist der Bau eines zweistöckigen 800 m2 grossen Wellnessbereiches geplant. Dieser wird mit der Londoner E’SPA verwirklicht, die schon den fantastischen Spa des Victoria-Jungfrau gestaltete. Im Frühling des kommenden Jahres soll die Eröffnung sein. Damit wird sich das Palace wieder weit vorne in der Schweizer Spitzenhotellerie einreihen. Die Gäste, welche heute das Ambiente von Kunst und den kulinarischem Genuss schätzen, dürfen sich dann auch körperlich auf die perfekte Entspannung freuen. Dies gilt besonders auch für die Geschäfts- und Seminargäste.



Pinguine und Paradiesvögel in der LobbyDer Wagen ist weggeparkt worden, der Empfang war herzlich und jetzt kommt das, was die Zeit in einem Hotel so wunderbar und unvergleichlich macht. Platz nehmen in der Lobby, ein Glas Portwein, leiser Jazz im Hintergrund und einfach nichts tun, ausser die Leute beobachten und sie und die eigenen Gedanken sich vermengen und vorbeiziehen lassen. Das Palace mit seiner grandiosen Jugendstil-Lobby und der schönen klassischen Bar eines Grand Hotels ist der perfekter Platz dafür, zumal gerade das Lucerne Festival stattfindet. Während des Lucerne Festivals schlägt das Herz Luzerns am hör- und fühlbarsten im Palace. Die bekannten Musiker und Dirigenten logieren hier ebenso wie die Liebhaber ihrer Kunst. Für sie gehört der Aufenthalt im Palace zum jährliche Ritual. Steife Smokings und beschwingte Abendkleider, Pinguine und Paradiesvögel flattern durch die Lobby und reihen sich ein in eine Parade zum Schiffssteg vor dem Hause. Stilvoll wird übergesetzt zum KKL (Kultur- und Kongresszentrum Luzern) um im fantastischen Klanggebäude Jean Nouvels die aktuellen und kommenden Stars der klassischen Musik zu hören. Sobald sich der elegante Strom aufs Schiff entleert hat, wird es wieder ruhiger in der Lobby, die leise Klavierimprovisation und vor allem die Pausen dazwischen legen den Klangteppich. Die schwarz-weissen Marmorplatten des Bodens scheinen sich ein klein wenig zu wölben und die Zeit sich ein klein bisschen zu dehnen.Das Leben atmet ein wenig bedächtiger in dieser eindrucksvollen Halle.

Im Zimmer klingt das Belle Epoque Lebensgefühl aus der Lobby nach. Auch hier die edlen Stoffe, die flächenhaften Ornamente und geschwungenen Linien. Grosszügigkeit auch im Umgang mit dem Raum lassen Luft und Licht. Frische Früchte und die atemberaubende Sicht auf die glitzernde Leuchtenstadt, mit dem See als funkelndem Spiegel, sorgen für den Schimmer eines ruhigen Glücks im Palace.

Neugierig sein und bleibenDer kleine Kosmos des Palace bietet Raum und Sinnlichkeit in luxuriösem Ausmass, vor allem gegen die Seeseite hin. Hier entfaltet sich ein mediterranes Lebensgefühl wie aus einer anderen Zeit. Leute flanieren unter Bäumen dem Ufer entlang, die Lobby öffnet sich auf die grandiose Terrasse. Und mittendrin waltet der Hoteldirektor Andrea Jörger diskret und sehr aufmerksam.

Das Palace hat alle klassischen Attribute eines traditionsreichen 5-Stern-Hauses, ohne aber an seiner Tradition zu ersticken oder in Steifheit zu verfallen. Business-Anzüge flitzen zwischen Smokings umher, das sportliche Sakko besteht neben der Abendrobe, der wollene Rollkragen-Pullover in der Bar wird als englische Note ebenso akzeptiert wie der Windsor-Kragen. Im Palace mischt sich das Publikum mit den unterschiedlichsten Interessen. Geschäftsleute und Seminarteilnehmer, Kulturinteressierte und Städtereisende.

Dass alle sich im Palace gleich zu Hause fühlen, ist die eigentliche Leistung von Andrea Jörger. Mit dem Jasper hat er auch noch die designliebenden Feinschmecker der Stadt ins Palace gelockt. So bleiben die Hotelgäste in einem dauernden Dialog mit den Leuten, die zum Essen auf die Terrasse oder ins Jasper kommen, oder sich an der Bar auf den weiteren Abend einstimmen. In den sieben Jahren, seit er an der Spitze des Palace steht, hat er Schritt für Schritt auf der einen Seite den Umbau zurück zu den Jugendstil-Wurzeln vorangetrieben und auf der anderen Seite sich mit Leuten umgeben, die seine offene Neugier für Kommendes teilen. So gab er Iria Degen eine Chance, das Jasper von A bis Z (von der Anrichte bis zur Zitronenpresse) vollständig zu entwerfen. Ein modernes Restaurant mit absolut eigener Handschrift und aus einem Guss ist das erfolgreiche Resultat. Mit Françoise Wicki holte er sich eine der kreativsten Köchinnen der Schweiz ins Jasper, deren Credo „neugierig sein und neugierig bleiben“ hervorragend zu seinem eigenen Lebensstil passt. Gleichzeitig steht er in regem Austausch mit Emanuel Berger vom Victoria –Jungfrau. In den neu geplanten Wellnessbereich wird diese Zusammenarbeit sicher fruchtbar einfliessen. Unterstützt wird Andrea Jörger von seiner Frau Constancia Jörger, die als Directrice die Umbauphase eng begleitete und einen grossen Anteil am Erfolg hat. Im Gespräch kommt die Begeisterung von Andrea Jörger für sein Haus immer wieder zum Ausdruck. Mit dem Zusammenschluss von Palace und Victoria Jungfrau im Jahre 1997 übernahm auch Andrea Jörger seine Aufgabe als Hoteldirektor des Palace. Seither konnte er seine Pläne für ein Gesamtkunstwerk der Spitzenhotellerie gezielt umsetzen. Die Kombination eines Jugendstil-Monuments mit südlicher Genussfreude, die Vermischung von Kultur und Alltagsleben zu einem beglückenden Lebensgefühl. Die Reaktionen der Gäste und die steigenden Übernachtungszahlen zeigen, dass der Weg richtig ist.

Jasper: Im Schilde Aarons, im Zentrum der Aufmerksamkeit
Das Jasper, ein mutiger Wurf aller Beteiligter, lässt sich heute aus dem Palace und aus der Agenda der Feinschmecker nicht mehr wegdenken. Sein Name (englisch für Jaspis, was sich wiederum aus dem hebräischen Jaspeh ableitet) ist schon fast Programm für das aussergewöhnliche Restaurant. In der Bibel dient Jaspis als einer der zwölf Edelsteine auf dem Amtsschild des Priesters Aaron (2. Mose 28,20) und als Baustoff und Grundlage der Stadtmauer des neuen Jerusalems (Offenbarung 21,18 ff). Auch für die Gastronomie des Palace legt das Jasper eine neue Grundlage und ist sicher eines der interessantsten und eigenständigsten Spitzenrestaurants der Schweiz.

Puristische Reduktion auf minimale optische Ablenkung, dafür ein Maximum an Qualität bezüglich der gewählten Materialien und an Design. Während die japanische Kunst mit ihren dezentralen Bildaufbau schon als Ideengeber für den Jugendstil diente, dringt die japanische Raumgestaltung mit ihrer klaren Linie und der geometrischen Ausgewogenheit auch bei der Gestaltungdes Jaspers durch. Warme Farben und die ausgesuchten Materialien lassen in der Reduktion keine Kälte aufkommen. Iria Degen ist mit dem Jasper ein Gesamtwerk gelungen, das als Inspirationsquelle für Neues ebenso gut funktioniert wie als Ort der Ruhe und des Genusses. Sie hat einen Raum geschaffen, der nicht von der Küche ablenkt, sondern dieser als edle Bühne dient.

Und Françoise Wicki und Ihre Küchencrew wissen diese Bühne wahrhaft virtuos zu nutzen. Das Konzept der Raumgestaltung findet sich in ihrer Küche wieder. Auch hier eine bewundernswerte schnörkellose Geradlinigkeit. Beste Zutaten, mediterrane und asiatische Einflüsse, reduziert auf scheinbare Einfachheit. Die Überraschung findet dann in der Nase und im Gaumen statt. Raffinierte Geschmacks- und Geruchskombinationen, perfektes Handwerk und edelste Präsentation. Der Maître d’Hôtel, Max Fuchs, geleitet den Gast als umsichtiger Berater durch den Abend. Hier macht es wirklichFreude, Fragen zu stellen und sich informieren zu lassen über die Weine, die Herkunft der Zutaten und die Geschichte um das Jasper. Und dann das Menu. Was auf der Karte schlicht mit drei Positionen daherkommt ist ein Gaumenfest allererster Güte. Als Vorspeise eine Zitronengrasschaumsuppe mit Enoki-Pilzen, Scampi und feinem Gemüse. Als Hauptgang ein Türmchen vom Sommerbockrücken mit Spinat, Waldpilzen und Kartoffelchips, Holunder-Rosmarin-Jus. Als Dessert ein «Moelleux» mit Haselnuss-Eis und Bitterschokoladensauce. Ich könnte hier jetzt lange schwelgen bei den einzelnen Positionen. Was hier so simpel als Kartoffelchips deklariert wird ist für sich genommen schon ein kleines Kunstwerk. Knuspriger Mantel und cremiges Püree innen in einer fantastischen Optik. Und das gilt für jede einzelne Zutat.

Wenn sie wieder einmal ihre Sinne justieren möchten, wissen wollen, wie Holunder-Jus riecht und schmeckt, gehen sie einfach in Jasper. Lassen Sie sich begeistern und verwöhnen von der Kreativität und dem handwerklichen Können von Françoise Wicki. Die Weinempfehlung von Max Fuchs ist ein Wein aus Apulien, der Primitivo, Terre del Grico von Apollonio. Auch bei der Weinkarte herrscht dieselbe Gradlinigkeit und Kreativität wie überall im Jasper. Die Weine stammen alle aus Lagen südlich von Luzern und nicht aus der neuen Welt. Traumhafte Trouvaillen zu attraktiven Preisen. So macht entdecken Spass und die Lust auf Neues wird belohnt. Das Jasper ist ein Restaurant, das man nicht einfach satt, sondern beglückt und inspiriert verlässt.

Die WunschlisteIm Palace hat man es geschafft, in der Jugendstilhülle das positive Lebensgefühl einer Aufbruchsphase wieder erstehen zu lassen und mit mediterraner Freude und Neugierde anzureichern. Man nimmt sich Zeit, sich der Kultur in verschiedensten Formen zu widmen (klassische Musik, Jazz, Bilder, Küche). Der einzig offene Wunsch, der sich aber in nächster Zukunft erfüllen wird, betrifft den Wellnessbereich. Man darf hier gespannt sein, was das Palace hier im Frühling bieten wird.


Ausführliches Gespräch mit Andrea Jörger 
In den sieben Jahren, seit Andrea Jörger an der Spitze des Palace steht, hat er Schritt für Schritt auf der einen Seite den Umbau zurück zu den Jugendstil-Wurzeln vorangetrieben und auf der anderen Seite sich mit Leuten umgeben, die seine offene Neugier für Kommendes teilen. Welche weiteren Pläne er hegt verrät er im Moneycab Interview. weiter…Info & AdresseDas HotelKategorie5 SterneZimmer168AdresseHaldenstrasse 10
CH-6002 LuzernTelefon +41 (0)41 416 16 16Fax +41 (0)41 416 10 [email protected]Constancia & Andrea JörgerGeöffnetGanzjährig
Die Preise*Zimmerpro Nacht und ZimmerZimmer mit Stadtsicht (Nord)375 bis 465 FrankenSuperior435 bis 545 FrankenDeluxe495 bis 625 FrankenSuiten565 bis 1’220 Franken*Preise inklusive Frühstück
Einzelbenutzung der Doppelzimmer: Zimmerpreis minus 90 FrankenDas Moneycab Rating 
 Das Moneycab Rating stützt sich auf folgende Kriterien:1Persönliche Erfahrung der(s) Moneycab Testerin/Testers2Wertung der grossen Hotelführer3Wertung der grossen Restaurantführer4Zugehörigkeit zu führenden Hotelvereinigungen5Qualitätskontrollen führender Hotelvereinigungen 
Einfach Perfekt 
Sehr gut 
Gut 
Akzeptabel 
Nein, so nicht
Architektur & Design 
Dank umsichtigen Um- und Erweiterungsbauten fand das Palace zu seinem ursprünglichen Charakter zurück und glänzt heute immer heller als Jugendstilzeugnis am See. Die frisch renovierten Zimmer, die Lobby und das Restaurant Les Artistes vermitteln die Pracht der Belle Epoque. Mit dem Jasper hat Iria Degen einen Glanzpunkt in die Schweizer Restaurant-Landschaft gesetzt. Mit dem geplanten Wellnessbereich dürfte das Palace dann ebenfalls wieder ganz vorne in der Schweizer Luxushotellerie zu finden sein.
Führung & Personal 
Constantia und Andrea Jörger bringen seit sieben Jahren das Palace gezielt nach vorne. Mit Rückbesinnung auf die Tradition der Belle Epoque und gleichzeitig mutigen Entscheidungen zu Neuem, wie dem Jasper. Der Spagat gelingt und so ist das Palace ein Fixpunkt für kulturell interessierte Zeitgenossen während des Lucerne Festivals und darüber hinaus. Andrea Jörger ist immer im Bilde, lässt aber auch grosse Freiräume. Iria Degen hat dies ebenso genutzt wie Françoise Wicki. Das gesamte Personal geht mit dem grossen Erbe des Palace ehrfurchtsvoll, aber nicht steif um.
Essen & Trinken 
Das mit 16 GaultMillau Punkten versehene Restaurant Jasper glänzt mit einer Küche der Reduktion auf das Beste. Françoise Wicki beweist, dass sie zu Recht zu den führenden Köchinnen des Landes zählt. Beste Zutaten mit viel Kreativität, handwerklicher Perfektion und Liebe zum Neuen ergeben eine leichte und ungeheuer geschmackvolle Küche. Das Ambiente und die Menüs harmonieren perfekt, die Küchenbrigade und das Servicepersonal sind jederzeit aufmerksam und auf der Höhe der Aufgabe. Im authentischen Belle Epoque Ambiente des Les Artistes bietet Ueli Baumann eine leichte, mediterrane Küche an. Geprägt von seiner Zeit in Griechenland pflegt er eine saisonal ausgerichtete Karte mit unverkennbarer Liebe zu Fisch. Im Sommer werden seine Köstlichkeiten auch im Le Maritime, dem Gartenrestaurant direkt an der malerischen Seepromenade, angeboten. Die Gäste geniessen entspannt ein Stück Belle Epoque am Ufer des Luzerner Seebeckens. Den Abend beginnt oder beendet man stilvoll im klassisch englischen Ambiente der Palace Bar.
Umgebung & Freizeit 
Luzern, die Leuchtenstadt am Vierwaldstättersee, bietet eine überaus reiche Kulturszene, historische Bauten in einem schönen Stadtkern, eine phantastische Naturkulisse. Pilatus, Titlis, Rigi, der See, der Bürgenstock sind nur einige der nahen Ausflugsziele. Sommer und Winter haben beide ihre eigenen Reize und Attraktivität. Am Abend locken Theater, klassische Konzerte im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL), dem Meisterwerk von Jean Nouvel und zahlreiche In-Places wie die Louis Bar. Die Lebensfreude der einheimischen Jugend und der zahlreichen Touristen bilden den idealen Nährboden für das aufgeweckte und neugierige Lebensgefühl in «Lozärn».

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