Phoenix Mecano mit 17,7 Mio EUR Reingewinn im Halbjahr – Prognosen bestätigt

Währungsbereinigt resultierte ein Zuwachs von 10,7%, wie der Komponentenhersteller am Freitag mitteilt. Der Auftragseingang erhöhte sich um 9,9% auf 220,9 Mio EUR.


Mehr Cashflow
Der betriebliche Cashflow der Gruppe stieg um 5,4% auf 31,3 (29,7) Mio EUR und der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT verbesserte sich um 7,4% auf 23,3 (21,7) Mio EUR. Die EBIT-Marge beträgt somit noch 10,5 (10,7)%. Der Reingewinn lag mit 17,7 (16,1) Mio EUR um 9,9% über dem Vorjahreswert.


Erwartungen der Analysten in etwa getroffen
Damit hat die Gruppe die Erwartungen der Analysten in etwa getroffen. Die ZKB hatte einen Umsatz von 219,2 Mio EUR, einen EBIT von 23,4 Mio EUR sowie einen Reingewinn von 17,0 Mio EUR prognostiziert. Die entsprechenden Vorgaben der Bank Vontobel lauteten auf 221,4 Mio EUR, 23,9 Mio EUR und 17,9 Mio EUR.


Einmalaufwendungen in den Sparten Mechanische Komponenten und ELCOM/EMS
Phoenix Mecano begründet den leichten Rückgang der EBIT-Marge mit Einmalaufwendungen in den Sparten Mechanische Komponenten und ELCOM/EMS. Bei den Mechanischen Komponenten dürfte die Umsetzung der Massnahmenpakete zur Rentabilisierung der Sparte noch im laufenden Jahr abgeschlossen werden. Bei ELCOM/EMS haben sich die nicht wiederkehrenden Aufwendungen hauptsächlich aus der Integration der Anfang 2007 erworbenen MCT-Gruppe ergeben. In beiden Sparten werden im zweiten Halbjahr aus diesen Projekten keine nennenswerten Einmalaufwendungen erwartet und Phoenix Mecano rechnet je mit einer um saisonale Einflüsse bereinigte bessere Rentabilität.


Gestiegene Rohmaterialkosten
Die gestiegenen Rohmaterialkosten konnte Phoenix Mecano teilweise an die Kunden weitergeben. Die Gruppe verzichtete darüber hinaus auf einige Projekte im US-Markt, die aufgrund der verschlechterten Wechselkursverhältnisse nicht mehr kostendeckend gewesen wären und passte die Kapazitäten in diesem Markt den neuen Verhältnissen an.


Gehäusetechnik
In der Sparte Gehäusetechnik stieg der Umsatz in den Monaten Januar bis Juni um 7,5% auf 87,2 Mio EUR. Der EBIT wuchs gar überproportional um 13,6% auf 20,0 Mio EUR. Die EBIT-Marge erhöhte sich auf 22,9 (21,7)%. Hauptwachstumstreiber der Sparte seien einmal mehr Anwendungen im Bereich Oil&Gas gewesen. Aber auch das Systemgeschäft mit Folientastaturen habe sich dank innovativer Produkte und einer verbesserten Produktionslogistik positiv entwickelt, heisst es. Zweistellige Zuwachsraten wurden in Fernost, insbesondere in China erzielt, während im US-Markt eine leichte Konjunkturabschwächung spürbar war.


ELCOM/EMS
Der Umsatz der Sparte ELCOM/EMS stieg um 22,1% auf 54,1 Mio EUR und der EBIT ging um 15,0% auf 4,4 Mio EUR zurück. Darin enthalten seien Rückstellungen in Höhe von rund 2 Mio EUR im Zusammenhang mit der Integration der getätigten Akquisitionen. Die Marge ging auf 8,1 (11,7)% zurück.


Mechanische Komponenten
Die Sparte Mechanische Komponenten steigerte den Umsatz um 4,3% auf 80,4 Mio EUR, der EBIT lag mit 1,1 Mio EUR auf Vorjahresniveau, die Marge mit 1,4% ebenfalls. In den vergangenen zwei Jahren wurden Projekte zur Neuproduktentwicklung, zur Einkaufsoptimierung und zur Verbesserung der betrieblichen Abläufe umgesetzt. Ausserdem wurden unrentable Produkte aussortiert und die Produktionskapazitäten den neuen Verhältnissen angepasst. Die Umsetzung des Massnahmenpakets zur Rentabilisierung der Sparte sei nun abgeschlossen und das zu Jahresanfang formulierte Ziel einer EBIT-Marge 2009 von über 5% wurde bestätigt.


Stabile bis leicht steigende Margen erwartet
Für die Gruppe wird im Gesamtjahr 2008 trotz der zu erwartenden Konjunkturabkühlung mit stabilen bis leicht steigenden Margen gerechnet. Ausserdem bestätigt Phoenix Mecano die Prognose eines Umsatzes und Betriebsergebnisses über Vorjahr. Auch für 2009 sieht sich die Gruppe gut vorbereitet und geht davon aus, die gute Entwicklung fortsetzen zu können. (awp/mc/gh/07)

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