Potash bemüht sich um Alternativen zu BHP Billiton

Den eigenen Aktionären empfahl das Kontrollgremium nachdrücklich, das milliardenschwere Angebot des Bergbaukonzerns BHP Billiton abzulehnen. In Medienberichten wurden zuletzt mehrere Grossinvestoren genannt, die als sogenannte „weisse Ritter“ BHP Billiton mit einem höheren Angebot überbieten könnten. Potash äusserte sich nicht konkret einzelnen Kandidaten.


Medien: Chinesen und Brasilianer interessiert
Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete am Montag, dass der staatliche chinesische Mischkonzern Sinochem und Brasiliens Eisenerzproduzent Vale Kontakt mit den Kanadiern aufgenommen hätten. Dabei sei es um erste Anfragen für mögliche weiterführende Gespräche gegangen. Vale hatte Anfang des Jahres den US-Düngemittelhersteller Bunge übernommen. China ist einer der grössten Nutzer von Kali-Düngemitteln weltweit. Das „Wall Street Journal“ meldete unter Berufung auf Firmenkreise, dass ein vom chinesischen Beteiligungsfonds Hopu angeführtes Konsortium für den Weltmarktführer ein Gebot abgegeben hätten. Dazu zählten Investoren aus Kanada, den USA und Asien. Mit dabei seien mindestens zwei Staatsfonds.


Analysten erwarten höheres BHP-Angebot
BHP Billiton hatte Mitte vergangener Woche angekündigt, den K+S Konkurrenten notfalls auch gegen dessen Willen übernehmen zu wollen. Zuvor hatte der Vorstand des weltgrössten Kaliproduzenten das Angebot des britisch-australischen Bergbaukonzerns als zu niedrig zurückgewiesen. Der britisch-australische Konzern bietet bislang 130 US-Dollar je Aktie, das entspricht einer Gesamtsumme von 39 Milliarden Dollar. BHP Billiton will sich nun direkt an die Potash-Aktionäre wenden. Analysten rechnen damit, dass BHP Billiton seine Offerte noch deutlich aufstocken muss. Der Rohstoff Kali ist begehrt, weil er die Grundlage für Dünger bildet – ein zukunftsträchtiger Markt, müssen doch immer mehr Menschen auf der Welt mit Nahrung versorgt werden. (awp/mc/ps/07) 

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