Robuste US-Konjunkturdaten setzen Euro etwas unter Druck

Einen Tag vor der regulären Zinsentscheidung der US-Notenbank hielten sich die Kursausschläge laut Händlern aber insgesamt in Grenzen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,4773 (Montag: 1,4755) Dollar festgesetzt. Ein Dollar war damit 0,6769 (0,6778) Euro wert.


«Die Auftragsentwicklung spricht nicht für eine Rezession in den USA», sagte Devisenexperte Michael Burckhart von der Landesbank Hessen-Thüringen. Der Auftragseingang für langlebige Güter fiel im Dezember überraschend stark aus: Die US-Auftragseingänge kletterten mit 5,2 Prozent zum Vormonat deutlich stärker als erwartet. Ohne Transportgüter wie Flugzeuge erhöhten sich die Auftragseingänge um 2,6 Prozent, während Experten von einer Stagnation ausgegangen waren. Auch das Verbrauchervertrauen sank im Januar nicht so kräftig wie befürchtet.


US-Leitzinsen dürften erneut kräftig gesenkt werden
Trotz der vergleichsweise robusten US-Konjunkturdaten dürfte die US-Notenbank am Mittwochabend den Leitzins erneut kräftig senken. «Der Markt ist derzeit sehr einseitig ausgerichtet und die Erwartungen an die US-Notenbank sind hoch», sagte Burckhart. Nach der ausserplanmässigen Zinssenkung um 0,75 Prozentpunkte vor einer Woche dürften die Währungshüter die Markterwartung einer weiteren Senkung um 0,50 Prozent nicht enttäuschen. Die wachsende Zinsdifferenz zwischen den USA und der Eurozone spreche grundsätzlich gegen den Dollar. In der Eurozone liegt der Leitzins bei 4,00 Prozent und eine Zinssenkung ist nicht in Sicht.


Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,74295 (0,74300) britische Pfund , 158,02 (157,67) japanische Yen und auf 1,6154 (1,6093) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 925,03 (921,75) Dollar gefixt. (awp/mc/pg)

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