Roche: MabThera lässt sich mit Biomarkern gezielter einsetzen

Auch könnten die Krankheit besser bekämpft werden, wenn die Patienten alle sechs Monate getestet und eine fortlaufende Behandlung erhalten würden, sofern keine Remission erreicht wurde, teilt der Pharmakonzern am Donnerstag mit.


Biomarker-Analysen in Arbeit
Zu den Biomarkern heisst es, dass der Rheumafaktor (RF) und antizyklische citrullinierte Peptide (anti-CCP), zwei typische, von autoreaktiven B-Zellen produzierte Auto-Antikörper, bei etwa 80% der RA-Patienten vorliegen würden. Daten zweier MabThera-Phase III-Studien hätten ergeben, dass bei Patienten mit positiven Testergebnissen auf RF oder anti-CCP eine zwei- bis dreimal so hohe Wahrscheinlichkeit bestanden hätte, dass sich ihre Symptome bei einer Behandlung mit MabThera um 70% bessern würden im Vergleich zu Patienten, die diese Auto-Antikörper nicht gehabt hätten. Als selektive, gegen B-Zellen gerichtete Therapie sei MabThera die erste und einzige gezielte Behandlungsoption, die für RA zur Verfügung steht. Weitere Biomarker-Analysen seien noch in Arbeit, so die Mitteilung.


Blockbuster
Im Weiteren habe sich u.a. gezeigt, dass sich mit MabThera eine «engmaschigere» Bekämpfung der Krankheitsaktivität erzielen lasse, wenn Patienten alle sechs Monate getestet würden und zudem eine fortlaufende Behandlung erhalten würden, wenn keine Remission erreicht worden sei, so die Mitteilung. So hätten bei mehr als doppelt so vielen Patienten für mindestens sechs aufeinanderfolgende Monate ein definiertes Ansprechen nach dem ACR-70-Standard erreicht werden können. Im ersten Quartal 2010 erzielte Roche mit MabThera einen Umsatz von 1,6 Mrd CHF, was gegenüber dem Vorjahresquartal einer Steigerung um 13% entsprach. (awp/mc/ps/10)

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