Scania weist MAN-Aktienkäufe als «aggressiv» zurück

Scania reagierte umgehend und teilte offiziell mit, dass man die Aktienkäufe als «aggressiv» einstufe. Gleichzeitig kündigte der seit Wochen von MAN umworbene Konzern am Abend einen wesentlich höheren operativen Gewinn für das dritte Quartal an als bisher erwartet. Er werde die Markterwartungen um etwa 25 Prozent übertreffen. Scania begründete die Zuwächse mit gestiegenen Auslieferungen und einer verbesserten Kapazitätsauslastung. Scania wird seine Quartalsergebnisse an diesem Donnerstag vorlegen.


MAN will freundliche Absichten beweisen
In den Medienberichten hiess es, MAN habe die Aktienkäufe als Beweis für seine «freundlichen» Absichten bei möglichen Verhandlungen für ein Zusammengehen mit Scania getätigt. Scania erneuerte seine Ablehnung des ersten und noch nicht definitiv zurückgenommen Übernahmeangebotes von MAN. In der schwedischen Erklärung hiess es, MAN unterschätze unter an derem das «wirkliche Synergiepotenzial eines Zusammengehens zwischen Scania und MAN».


Nach dem Willen des VW-Konzerns
Beide Unternehmen sollen nach dem Willen des VW-Konzerns, der wichtigster Miteigner sowohl bei Scania als auch bei MAN ist, in den nächsten dreieinhalb Wochen über Möglichkeiten für ein Zusammengehen verhandeln. Es wird in Stockholm unter Beobachtern nicht ausgeschlossen, dass das schwedische Unternehmen seinerseits einen Vorschlag für die Übernahme von MAN vorlegen will.


Aktienverluste leicht verrringert
Die MAN-Aktien verringerten am Mittwoch nachbörslich ihre Verluste leicht, nachdem es an der Börse Spekulationen über Zukäufe von Scania-Anteilen gegeben hatte. Die MAN-Papiere notierten im späten Parketthandel bei 67,73 Euro, nachdem sie zum XETRA-Schluss 1,04 Prozent auf 67,34 Euro verloren hatten. (awp/mc/ab)

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