Schindler legt im Halbjahr deutlich zu

Der Gruppen-Umsatz bzw. die Betriebsleistung wurde um 1,1% auf 6’035 Mio CHF gesteigert, in lokalen Währungen lag das Plus bei 2,7%. Der Auftragseingang legte um 8,5% auf 6’589 Mio CHF zu (LW +10,0%). Der Auftragsbestand per Mitte Jahr lag bei 6’917 Mio CHF, entsprechend einem Plus gegenüber Ende März von 3,4%, wie der Aufzug- und Fahrtreppenhersteller am Dienstag mitteilte.


Erwartungen übertroffen
Der EBIT erhöhte sich um 1,2% auf 496 Mio CHF und der Reingewinn inklusive Minderheiten um 5,6% auf 339 Mio CHF. Ohne die Minderheiten ergab sich ein Plus von ebenfalls 5,6% auf 322 Mio CHF. Mit den vorgelegten Zahlen wurden die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 5’991 Mio, für den EBIT bei 479 Mio und für den Reingewinn (vor Minderheiten) bei 319 Mio CHF.


Aufzüge & Fahrtreppen mit Auftragsplus
Die Tochtergesellschaft Also hat ihre Ergebnisse bereits Ende Juli publiziert und einen leichten Umsatzanstieg auf 1’998,8 Mio CHF verbucht. Der EBIT verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr auf 23,2 Mio CHF und der Konzerngewinn auf 11,1 Mio CHF. Am Freitag gab Schindler überdies bekannt, dass Also mit der deutschen Actebis fusioniert werden soll. Beim Hauptgeschäft Aufzüge & Fahrtreppen erreichte Schindler eine Steigerung der Betriebsleistung von 0,4% auf 4’036 Mio CHF (LW +1,0%) und des Auftragseingangs von 9,1% auf 4’529 Mio CHF (LW +9,4%). Der EBIT lag mit 487 Mio CHF um 1,0% über dem Vorjahr, wobei die Steigerung ohne den einmaligen positiven Effekt von 39 Mio CHF aus dem Vorjahr bei 9,9% gelegen hätte. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 12,1 von 12,0%.


Diverse Grossaufträge 
Zur positiven Entwicklung des Auftragseingangs hätten alle Regionen beigetragen, im Quartalsvergleich am stärksten aber Asien/Pazifik. Der „erfreuliche“ Auftragseingang sei auf die Belebung des Neuanlagengeschäfts in verschiedenen Märkten zurückzuführen sowie auf diverse Grossaufträge (z.B. Flughafen Los Angeles, Untergrundbahn Peking). Auch im Modernisierungsgeschäft verzeichnete die Region Asien/Pazifik die höchsten Wachstumsraten, während sich das Unterhaltsgeschäft in allen Regionen positiv entwickelt hat, wie es heisst.


Langsamere Erholung in Europa und Nordamerika
Bezüglich Ausblick gibt sich der Konzern vorsichtig. Die Einschätzung der weiteren Entwicklung der Konjunktur sei nach wie vor schwierig. Für das zweite Semester werden weiterhin starke Märkte in China, Indien sowie Lateinamerika erwartet, eine langsamere Erholung dürfte es dagegen in Europa und Nordamerika geben. In schwachen Märkten, in welchen nicht von einer Erholung ausgegangen werden könne, müssten Kapazitäten und Kostenbasis weiter reduziert werden, so die Mitteilung weiter. Dafür sei im zweiten Halbjahr mit Restrukturierungskosten von rund 20 Mio CHF zu rechnen.


Ausblick erhöht
Mit Blick auf den Gesamtkonzern erhöht Schindler den Ausblick für das Jahr 2010 dennoch. Es sei in etwa mit einem Konzerngewinn auf dem Vorjahresniveau zu rechnen, dies unter Ausklammerung nicht vorhersehbarer Ereignisse. Bisher hatte Schindler einen Konzerngewinn leicht unter dem Niveau von 2009 in Aussicht gestellt. Allerdings werde die Konzernrechnung von Restrukturierungskosten sowie von tieferen Umrechnungskursen belastet. (awp/mc/ps/01)

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