Schmolz+Bickenbach H1: Ergebnis aufgrund von Zukäufen vergrössert

Der EBIT kletterte auf 230,6 (VJ 84,5) Mio EUR, was einer EBIT-Marge von 10,1% (VJ 8,0 %) entspricht; der EAT (Gewinn nach Steuern) erreichte einen Wert von 130,2 (VJ 55,1) Mio EUR, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Erwartungen übertroffen
Damit hat das Unternehmen die Erwartungen der Bank Vontobel beim Umsatz übertroffen. Diese prognostizierte einen Umsatz von 2’140 Mio EUR. Da die Zahlen mit dem Vorjahr schlecht vergleichbar sind, wurden die übrigen Werte aber nicht geschätzt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind die Werte für die von Schmolz+Bickenbach KG per 1. Juli 2006 in die Schmolz+Bickenbach AG eingebrachten Gesellschaften berücksichtigt. Dazu kommt die per 1. Februar 2007 erstmals konsolidierte A. Finkl & Sons, Co. Andererseits ist die per 30. Juni 2006 zu 65% veräusserte Stahl Gerlafingen AG noch at equity in die Konzernrechnung einbezogen.

Cash Flow von 212 Millionen Euro
Der Cash Flow vor Veränderung des Net Working Capital beträgt 212,1 Mio EUR (110,4 Mio), vor Erwerb von Konzerngesellschaften 57,3(30,1) Mio EUR. Die Bilanzsumme erhöhte sich im ersten Semester auf 2’557,1 Mio EUR. (31. Dezember 2006: 2’088,4 Mio). Die Zunahme sei hauptsächlich auf die Erstkonsolidierung der A. Finkl & Sons Gruppe, die investitionsbedingten Zugänge in den Sachanlagen sowie die aufgrund der Preiserhöhungen für Rohmaterialien und Legierungen verursachtenhöheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräte zurückzuführen. Der Eigenkapitalanteil liegt bei 26,3% (31. Dezember 2006: 27,2 %). Die Nettofinanzschulden belaufen sich auf 681,7 Mio EUR. (31. Dezember 2006: 568,7 Mio) und lägen damit deutlich unter den zur Verfügung stehenden Kreditlimiten. Das Unternehmen verwies in der Mitteilung auf eine einstweilige Verfügung des Landgericht Hamburg. Dabei verbietet das Gericht Behauptungen, wonach das Unternehmen vor der Übernahme von Swiss Steel in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sei und eine Bank damals die Kreditlinien gekündigt habe.

Optimismus für das laufende Jahr
Das Unternehmen gibt sich auch für das ganze Jahr optimistisch und rechnet mit einem «weiteren Rekordjahr». Durch die Veränderung des Konsolidierungskreises werden sich die Umsatz- und Ertragswerte sowie die Bilanz zum Jahresende gegenüber dem Abschluss 2006 nochmals deutlich ausweiten, heisst es. Zudem sei eine höhere Eigenkapitalquote zu erwarten. Im März 2007 hatte es von Schmolz+Bickenbach geheissen, für das Gesamtjahr 2007 werde ein Umsatz von über 4’000 Mio EUR erwartet. Dies werde durch den Konsolidierungseffekt von Finkl & Sons ermöglicht. Als finanzielle Zielvorgaben nannte Schmolz+Bickenbach eine EBITDA-Marge von 8 bis 12%, eine EBIT-Marge von 6 bis 10% sowie eine Eigenkapitalquote von 35%. Die ehemalige Swiss Steel war im vergangenen Jahr zusammen mit dem Verarbeitungs- und Distributionsgeschäft der Düsseldorfer Muttergesellschaft Schmolz+Bickenbach unter das Dach der neuen Schmolz+Bickenbach AG mit Sitz in Emmenbrücke bei Luzern gekommen.

(awp/mc/hfu)

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