Schweizer Detailhandel legt im Mai kräftig zu
Neuenburg – Im Schweizer Detailhandel haben im Mai die Kassen geklingelt. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum gleichen Vorjahresmonat bereinigt um Verkaufs- und Feiertagseffekte um 2,2 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Mittwoch mitteilte.
Für Rückenwind sorgten insbesondere die Tankstellen, deren Erlöse infolge höherer Ölpreise deutlich anzogen. Der Detailhandel mit den Tankstellen fuhr 5,4 Prozent mehr Umsatz ein. Ohne Tankstellen hat der Detailhandelsumsatz lediglich um 1,9 Prozent zugelegt, wie aus den provisorischen Zahlen des BFS hervorgeht.
Bei den Warengruppen zeigten die Treibstoffe mit einem Plus von 5,6 Prozent das kräftigste Wachstum. Aber auch Bekleidung und Schuhe konnten um 5,4 Prozent zulegen. Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren steigerten den Umsatz um 3,0 Prozent. Bei den übrigen Warengruppen ohne Treibstoffe blieb lediglich ein Mini-Wachstum von 0,5 Prozent.
Insgesamt haben die Schweizer Detailhändler im Mai mehr Waren verkauft. Der Absatz ohne Preiseffekte erhöhte sich um 3,5 Prozent. Dabei haben die Autofahrer angesichts des teureren Benzins und Diesels weniger getankt: Bei den Treibstoffen gingen die Verkäufe um 5,9 Prozent zurück. Dagegen zogen die Verkäufe von Kleidern und Schuhen um 6,6 Prozent an. Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren konnten um 4,0 Prozent zulegen.
Die Detailhandelsumsatzstatistik des BFS basiert auf einer Zufallsstichprobe von rund 3000 Unternehmen. Es handelt sich um eine monatliche Erhebung, wobei die kleinen Unternehmen vierteljährlich zu ihren monatlichen Umsätzen befragt werden. (awp/mc/pg)